Willkommen auf connection.fishing

Die Interessengemeinschaft Fishing Connection Niederrhein (FCN IG) ist ein Sammelpunkt für Angler, diverse Teams und Gruppierungen vom Niederrhein.
Sie bündelt einen Teil der niederrheinischen Angelszene.

Viel Spaß und Petri Heil!

Moseltrip 2021

Neues aus dem TackleEck´: Die ultimative Waffe für Winter-Barsche!

Im Winter, wenn das Wasser unter die 6°-Marke fällt ❄️, führen schnelle 🏃‍♂️ Angelmethoden wie das klassische Jiggen nicht immer zum Erfolg.
Genau da kommen die extrem langlebigen, bissfesten und auftreibenden Köder aus dem SNAPPERFLOATEX-Programm der Firma KORUM ins Spiel.

Neben KORUM´s aufrecht stehenden Gummiwürmern namens SQUIRMZ sind es die neuen und genialen REGGIEZ, die am Ned-Rig-Jigkopf oder Chebu-Rig ihr ganzes Potenzial entfalten.

Selbst nach langen Pausen – zehn bis 15 Sekunden auf der Stelle stehen lassen – werden die Flusskrebsimitationen regelmäßig von Stachelrittern mit harten Bissen inhaliert.

Der Grund für ihre Fängigkeit selbst bei „Spinnstops“ liegt im Auftrieb ihrer Scheren, die dafür sorgen, dass die REGGIEZ realitätsnah einen Flusskrebs in Abwehrposition imitieren.

TIPP: Regelmäßiges Schlagen mit der Rute in die schlaffe Schnur kann schneller Bisse produzieren. In den Pausen winken die Krallen auf natürliche Weise und erzeugen eine subtile Präsentation selbst für erfahrene und wählerische Fische.

Das FLOATEX-Material ist viel weicher als herkömmliche Softbaits und reißt bzw. schneidet dadurch seltener ein.

Also nicht vergessen: langsames Einholen, sekundenlanges stehen lassen, wackeln und zittern sind mit unseren REGGIEZ der Schlüssel zum Erfolg!

Meine TOP-3-Dekore:

• REAL ALE 🟤🍺 (tagsüber, klare Verhältnisse)
• MOTORL OIL 🚘🛢 (tagsüber, trübe Verhältnisse & Dämmerung)
• DARK LORD ⚫️🤴 (Dämmerung und nachts)

Weitere Infos zu den REGGIEZ:

  •  7,5cm Länge
  •  gegenwärtig verfügbare Dekore: Toxic Frog, Motor Oil, Real Ale, Silver Fish, Dark Lord und Spotted Goby
  •  ACHTUNG: In der Köderbox sollte man die REGGIEZ bestenfalls separat aufbewahren.
    Die Soft-Bait-Materialien anderer Köder können nämlich unter Umständen mit den REGGIEZ reagieren.
  • Die passenden SNAPPER CHEB HEADS zu den unterschiedlcihen FLOATEX-Ködern
    CHEB HEAD Size 4    → SQUIRMZ 5cm
    CHEB HEAD Size 1    → SQUIRMZ 7,5cm (& REGGIEZ 7,5cm)
    CHEB HEAD Size 1/0 → REGGIEZ 7,5cm

Den Dezember-Rheinbarben auf der Spur

by Andreas Müller

Als mein Wecker am Mittwoch, 16. Dezember, um 6:30 Uhr zu schrillen begann, schaute ich unmotiviert
auf meine Pegelstandapp.

Der Vater Rhein vermeldete ansteigendes Wasser. In Kombination mit dem relativ kalten Wasser und
meiner favorisierten Barben-Stelle, die durch einen buhnenlosen und lediglich 1,5 m tiefen Kiesbereich geprägt ist, war ich mir nicht sicher, ob sich auch unter jenen Wettervoraussetzungen Barbus barbus an solchen Stellen einfinden.

Aber probieren über studieren lautet die Devise und so kam es, dass ich meinen Angelkram zusammenpackte und mit zwei Liter
Maden und einigen zwei, vier und sechs mm Pellets zum Angeln aufbrach.

Um 8 Uhr am Platz angekommen, war ich dann der einzige Angler auf weiter Flur.
Als ich sechs pralle Körbe mithilfe des Lineclips punktgenau auf die 25 Meter entfernte Spur setzte, begann ich meinen 10er Drennan
Wide Gape Haken mit vier Maden und einem Caster zu bestücken.
Nach bereits einer halben Stunde verneigte sich dann unverhofft meine Feederrute zum Halbkreis und ich konnte
eine 62 cm lange Barbe landen.
Darauf folgte zunächst eine lange Beissflaute, bei der sich Sonnenschein und dichte Wolken abwechselten.
Trotz der längeren Beißflaute hielt ich an meinem hohen Futterrhythmus fest.
Das war wohl die richtige Entscheidung. Kurzum lag dann die nächste Barbe auf meiner Korum Fast Mat.
Mit etwa 50 cm war sie kein Ungetüm, aber immerhin der auserkorene Zielfisch des Tages.

Nachdem nochmals viel Wasser den Rhein heruntergeflossen war, gab es einen
verheissungsvollen und heftigen Biss. Der Fisch stand lange in der Strömung und machte mir das Drillen
nicht gerade einfach. Langsam konnte ich den unbekannten Gegner am anderen Ende der Leine heranpumpen.
Nach einer heftigen Flucht am Uferrand durfte ich die bullige und gut genährte 68 cm Rheinbarbe einnetzen.

Nach diesem tollen Winter-Fisch blieben die Bisse aus und ich durfte auf einen erfolgreichen
Dezembertag am Rhein mit gleich drei überlisteten Zielfischen zurückblicken.

Als Futter verwendete ich ein neutrales schweres
Rheinfutter, welches ich mit einem hohen Anteil Halibutpellets und Maden versetzte.

Die Bisse kamen ausnahmslos auf rollendem Korb und zu Phasen wo die Sonneneinstrahlung
nicht da war.

Und wiedermal hat sich gezeigt dass man vom Bett aus keine Fische fängt.
Also ran an den Fluss und Barben fangen.

Petri Heil, euer Andi

Die traditionelle Barbenwoche mit Volker – diesmal: Kein Anglerlatein!

by Wolfgang Stoltenberg

Eigentlich wollte ich ja erst nach Abschluss der Woche mit Volker über unsere Erlebnisse berichten. Das hat sich heute geändert!
Gestern fing alles eigentlich normal an. Volker mit dem Feeder (Trilogy, Korum), ich diesmal mit der Bolo. Wasser recht flach, Volker draußen so bei 2m, ich vorn bei etwas 1m Wassertiefe. Volker hatte ja noch mit seinem Donau-Trauma zu kämpfen, er hatte seither keine Chance gehabt, anglerisch daran zu arbeiten.

Nun, die Ruhr heilt Wunden, schon nach etwa 90 Minuten hatte er seine erste Barbe! Donau – forget it!

Es dauerte nicht allzu lange, bis Volker seine Ruhr–Barbe in den Hämden hielt.

Zwei Barben stiegen aus, 4 konnten wir in den Kescher führen, gerecht verteilt.

Heute besuchte uns Cees van Dongen und traf rechtzeitig ein, um meinen ersten Drill an der Bolo mit zu erleben. Auch Volker schlug wieder souverän zu.
Hatte ich bisher auf Teig gefangen, fingen nun mittelgroße Weißfische an, den Teig aus dem Mesh zu lutschen. Also stieg ich auf einen Dumbell um, obwohl mir der Teig mehrere Barben geschenkt hatte. Ich wollte nach etwa 15 Minuten den Korb neu füllen und erhob mich gerade aus dem Stuhl, als ich einen Biss registrierte. Also, Dumbells laufen auch!
Die erste Flucht war lang und nachdrücklich, die Schätzung ob es ein guter Fisch ist, kann ich allerdings erst im Laufe des Drills relativ sicher treffen.
Nun dieser Fisch blieb stur am Boden, ließ sich auf nichts ein und weigerte sich hartnäckig, an die Oberfläche zu kommen. Nein, er machte deutliche Kopfstöße am Grund. Die Bolo auf maximaler Spannung, das beeindruckte ihn nicht. 65cm, 70cm, 75cm, 80cm, mein Blutdruck stieg parallel zu meinen Einschätzungen.

Als er endlich mal kurz an die Oberfläche kam, sah ich eine beeindruckende Schwanzflosse und einen mächtigen Schwall. Jetzt war ich bei 80+! Bei meinem Blutdruck einfach eine 1 davor setzen.
Zum Glück war Volker dabei, griff sich, wie sich herausstellte, viel zu früh den Kescher, denn diese stattliche Barbe ließ sich nur zentimenterweise heranpumpen, dann ging sie wieder auf Tauchstation und nahm wieder ein paar Meter Schnur mit.
Schließlich lag sie auf der Matte und ich überließ Volker das Messen.

Wenn die Schwanzflosse über das Ender der Korum Fast Mat ragt, dann wird´s spannend!

Erstens zitterten meine Hände, zweitens hatte ich ein saudummes Gefühl…
Unglaublich! Innerhalb weniger Wochen die zweite 90er!

Mit 90 Zentimetern ist diese Barbe nun die zweite, die Wolfgang innerhalb weniger Wochen fangen durfte.

Diesmal alles dokumentiert, mit verlässlichem Zeugen! Obwohl sie unglaublich kompakt aussieht, ist sie leichter als meine erste. Diesmal 8,01 kg! Minus 700g für das Keschernetz.

8 kg minus 700g machen 7.300 g, was eine Barbe!

Völlig irreal: ein zweiter Fisch des Lebens! Ich bin wie vom Donner gerührt. Nur, diesmal besteht nicht der geringste Zweifel, dass da zwei Monster bei uns unterwegs sind. (Mich nicht mitgerechnet.)
Kneift mich mal jemand? Das kann doch nicht wahr sein.

Hier ist sie, die Königin der Ruhr!

Wiedersehen macht Freude: Trip an die Mosel

Nach etwas mehr als einer Dekade war ich am vergangenen Wochenede erstmals wieder an der rheinland-pfälzischen Mosel zu Gast ?. Ein langersehntes Wiedersehen fand also endlich statt. Wohlgemerkt an einer gänzllich neuen Stelle und einem anderen, geschleusten Abschnitt als damals in 2009. Zu jener Zeit machten wir mit der Jugendgruppe meines damaligen Angelvereins (ASV Eyller-See e.V.) einen viertägigen Trip zur Mosel bei Burgen. Damals konnten wir einige kleinere Brassen, Barben, Haseln und Döbel fangen. Noch mit Maden! Ohja, es gab auch eine Zeit vor den Grundeln.

In den Sommern 2008 und 2009 organisierte der ASV Eyller-See ein Jugendzeltlager in Burgen an der Mosel.

Berichten einiger Moselangler zufolge gestaltet sich das stinknormale Madenfeedern seit einigen Jahren an dem insgesamt 544 Kilometer langen Fluss als besonders schwierig. Kluge Kniffe aus des Anglers Trickkiste (z.B. Aufpoppen von Maden mittels kleiner Styroporkugeln) müssen ausgepackt werden, um erfolgreich auf Friedfische mit Maden angeln zu können. Ich habe mich jedoch für eine andere Anti-Grundel-Strategie entschieden, nämlich dem Angeln mit Frolic, Käse, Boilies und Pellets.

Nach einer rund zweistündigen Fahrt war ich auch schon angekommen. Für mich alten Rheinangler wirkte die Mosel nahezu wie ein Stillgewässer. Vom anglerischen her also mal eine tolle Abwechslung, nicht mit 200g-Futterkörben hantieren zu müssen.

Am ersten Tag meines Wochenendtrips, den ich am Samstag gegen 9 Uhr begann, lief es alles andere als gut. Der fiese und felsige Fluss raubte mir bis in den späten Nachmittag hinein zahlreiche Futterkörbe und strapazierte zunehmend meine Nerven. Auch von Fischen, bis auf einsömmrige Cypriniden im Uferbereich, fehlte eine lange Zeit jede Spur. Während sich in der Mosel-Fahrrinne rein gar nichts tat, zeigten sich etwa zwölf bis15 Meter vom Ufer entfernt plötzlich regelmäßig größere Karpfenartige an der Oberfläche. Also platzierte ich die Run-Rig-Montagen meiner beiden Korum X-Calibre 1.75 lb Ruten auf genau dieser Entefernung.

Die größeren Cypriniden zeigten sich rund zwölf bis 15 Meter vom Ufer entfernt.

Es dauerte bis in den Abend hinein, bis ich auf dieser Distanz zwei relativ hängerfrei Spots ausmachen konnte, an denen ich fortan kontinuierlich feedern wollte. Das war wortwörtlich der „Game Changer“ ? – von einer Materialschlacht hin zum erfolgreichen Feedern.

Mittels Katapult (Schleuder) und einer „Fütterrute“ brachte ich auf der Distanz meiner Feedermontagen regelmäßig Hanf und Pellets rund fünf bis zehn Meter flussauf ins Gewässer ein.

Ufernahe Spots können sehr gut ein Stück weit flussauf mit dem Katapult angefüttert werden.

In der späten Dämmerung stieg mir dann der erste Fisch ein. Es war ein stolzer Döbel mit 53 cm, der sich an dem Stück Mittelalten Gouda vergriffen hatte.

Der Döbel kann auf eine breite Palette unterschiedlicher Köder gefangen werden. In diesem Fall: ein Häppchen Käse.

Im Dunkeln gab es dann tatsächlich auch den ersten Zielfisch Barbe. Zunächst eine mit Ende 50 cm und später ein genialer Fisch von 75. Leider verlor ich einen weiteren Fisch, der einen brutalen fullrun hinlegte. Selbst das 0,35er Fluorocarbon-Vorfach konnte den scharfkantigen Felsen nicht in jeder Situation Paroli bieten.

Mission completed! Diese Barbe gehört mit ihren 75 cm zu den größeren Mosel-Cypriniden.

–> Hier überlege ich, ob ich mir nicht für meinen nächsten Trip ein ummanteltes Vorfach aus dem Karpfenbereich anschaffen soll. Alternativ könnte auch ein Kombivorfach aus starkem 0,50er Fluorocarbon-Material und den letzten Zentimetern starkes, aber geschmeidiges Geflecht, an welchem der Haken angebunden wird, zum Einsatz kommen. Mein Angelfreund und Barbenexperte Cees van Dongen hat mir ein derartiges Vorfach für solche Situationen empfohlen.

0,45er Fluorocarbon in Kombination mit 5 bis 10 cm starkem Geflecht. Bild: Cees van Dongen

Am Morgen des zweiten Tages konnte ich noch zwei weitere tolle Mosel-Barben von 67 und 64 cm auf die Schuppen legen. Einen Aussteiger (Haken hat sich gelöst) und einen Hauptschnurbruch, gab es nach Barbenbissen auch noch. Äußerst ärgerlich. Vielleicht machen zukünftig zehn Meter 0,60er Schlagschnur für eine nächste Mosel-Sitzung Sinn…

Moselbarben sind starke Kämpfer.

Ein Highlight war der letzte Fisch meines Wochenendtrips. Nach langer Zeit konnte ich mal wieder ein 40cm+ Rotauge fangen. Was für sagenhafte Fische ? solche kapitalen River-Rotaugen doch sind!

Mit 42 Zentimetern gehört dieses Rotauge in die Kategorie „Kapital“.

Außer dem Döbel bissen alle Fische auf einen Köder, den ich eigentlich schon als „schlechten Köder“ deklariert und aussortiert hatte. Der knatschgelbe Oozing Cheesy-Garlic Pellet war an der Mosel der absolute Bringer. Weder auf Frolic, noch auf Käse, oder meinen Lieblings-Boilie namens Code Red gab es Barben-Bisse. Kurios.

Falls du es bis hier unten geschafft haben solltest – vielen Dank für die Aufmerksamtkeit. ?

Neuer Längenrekord an der IJssel

Mit 88 Zentimetern ist diese Flusskönigin der offizielle Barben-Längenrekord an dem niederländischen Fluss, der IJssel. Mit dieser Länge und einem Gewicht von 12 lb 3 oz (rund 5,5 kg) war diese alte Lady nicht nur meine längste, sondern auch bis heute schwerste Barbe, die ich in den Händen halten durfte. YESSS!

Bildergallerie

Auch die niederländische Angelfachzeitschrift BEET hat über diesen Ausnahmefang berichtet. Hier geht´s zum Blogeintrag: https://beet.nl/dikke-ijsselbarbeel-tijdens-testvissen-korum/

Was für ein unglaubliches Erlebnis zusammen mit meinem Angelkumpel Tim Janssen. Dafür machen wir das ganze. Für die gemeinsamen Erinnerungen. #shareyouradventure

When a dream comes true!

Petri Heil
Euer Kas

Do it yourself! Madenfutterkorb fürs Barbenangeln am Rheinstrom

Maden und Hanf sind vermutlich die besten Barbenmagneten unter allen Anfütterungsmöglichkeiten, die es gibt. Wer ausschließlich Maden und Hanf beim Barbenangeln füttern will, der muss jedoch auf spezielle, geschlossene Futterkorb-Varianten , allgemein als Madenfutterkörbe bekannt, zurückgreifen. Rheinbarbenangler verwenden nicht selten Gewichtsklassen zwschen 180 und 220g. Leider gibt es Madenkörbe mit solch hohen Gewichten nicht (oder kaum) auf dem Markt. Daher ist an dieser Stelle die Marke Eigenbau gefragt.

Was man braucht?

  • Korum Combi Mesh Feeder 120g
  • Flaches Blei mit 80 bis 100g
  • Schrumpfschlauch mit 50 Millimeter Durchmesser
  • Lochzange
  • Schere
  • Kochendes Wasser
  • Sekundenkleber

Schritt 1: Zunächst wird ein passendes Stück vom Schrumpfschlauch abgeschnitten.

Schritt 2: Mit einer Lochzange werden kleine Löcher in die obere Hälfte des Schrumpfschlauchs gemacht.

Schritt 3: Nehme den Madenfutterkob (Combi-Mesh-Feeder, rechts im Bild).

Schritt 4: Stülpe das vorbereitete Stück Schrumpfschlauch über den Korb und packe ein 80 bis 100 g schweres Blei unter den Combi-Mesh-Feeder.

Schritt 5: Achte Darauf, dass der Schrumpfschlauch nicht den Deckel mit überdeckt. Entferne die Kappen und lege den Korb samt Extra-Blei und Schrumpfschlauch sorgsam in kochendes Wasser. Und FERTIG ist der Rhein-Madenfutterkorb.

Schritt 6: Befestige die Endkappen wieder am Combi-Mesh-Feeder und klebe EINE Kappe mit Sekundenkleber fest. ACHTUNG: nur eine festkleben. Andernfalls können die Kappen im starken Rheinstrom verloren gehen. TIPP: Alternativ funktioniert auch ein Kabelbinder.

Schritt 7: Ready to rumble! Packe zwei Liter Maden und einen Liter Hanf ein und fange deine Rheinstrombarben! ZUSÄTZLICHER VORTEIL: Durch die geschlossenen Löcher an der Seite bleiben die Maden und der Hanf länger im Futterkorb. So lockt man die Barben noch effektiver an.

Vielen Dank für die „Bastel-Anleitung“ @Tim Janssen!

Erste Bootstour des neuen Jahrzehnts

2020… das klingt für manch einen nach Science-Ficiton, Star Trek und nach Menschen die im All leben und Staaten die neue Planeten kolonialisieren.
Aber nein. Die wundervolle Erde ist auch heute noch der einzige Ort, an dem sich die Spezies Homo Sapiens breit machen kann, zwischen unzähligen weiteren wundervollen Geschöpfen. Auf einige dieser Geschöpfe, welche die Evolution im Laufe von aber Millionen erschaffen hat, hatten wir – Markus, Alex und ich – es gleich in der ersten Januarwoche abgesehen. Vertikal wollten wir unbedingt ein paar Prädatoren ans Band bekommen. Zielfisch #1 war der Zander. Aber auch Barsche und Hechte sind am Deck des Kutters jederzeit willkommen.

Mit 18 Fischen, darunter 15 Zander, ein Hecht und zwei Barsche, war es ein gelungener Auftakt in das neue SciFi-Jahrzehnt. Auch wenn die Größe der bezahnten Räuber noch ausbaufähig ist, sage ich „Petri Dank“, zum Anglerpatron Petrus!

Wir sagen Tight Lines, ab ans Wasser mit euch! 🙂

Letzte FCN-Tour des Jahrzehnts

Wenn die rote Wintersonne den kalten Erdball frühmorgens streift… Genau dafür begeben wir uns bei 0 Grad Celsius Ende Dezember zu einer unchristlichen Zeit aus dem Haus.

Auch im Tagesverlauf ließ die Kälte nicht nach. Wir mussten uns schon einiges einfallen lassen und viele Spots fischen, um den Fisch-Zähler auf 21 zu klicken.

Alles in allem eine gelungene letzte Session des sich verabschiedenden Jahrzehnts. Tight Lines Euer Markus und Christian

MISSION „Kraut-Tinca“ – Fünf Schritte zum Erfolg

Die meisten kennen sie. Verkrautete Seen, Teiche oder Tümpel. Wasserpest, Tausendblatt und weitere Pflanzen verwandeln das Gewässer im späten Frühling zu einem waschechten Unterwasserdschungel. Bereits nach dem Auswurf des Blinkers und der ersten Kurbelumdrehung hängen gefühlt fünf Kilo Salat am Haken. Viele meiden zu jener Zeit – ab Mitte Mai / Anfang Juni – diese Gewässer und stellen ihren Zielfischen in anderen, krautärmeren Revieren nach.
Ich wollte mich der Herausforderung und Mission „Kraut-Tinca“ stellen und überlegte mir zusammen mit meinem Kumpel Tim eine Taktik.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Schleien lieben verkrautete Gewässer, Angler meiden sie häufig.

SCHRITT 1 DER WURF-ENTKRAUTER

Basteln eines „Wurf-Entkrauters“. In diesem Fall eine neues Grillbürste (2,99 Euro bei Lidl) und große Circle Hooks aus dem Dorschangelbereich.

Not macht erfinderisch. Eine Grillbürste mit Dorschhaken soll´s richten.

SCHRITT 2 WORK AND PLEASURE

Nun heißt es zunächst einmal Ackern. Werfen, werfen, werfen. Der Spot muss vom Kraut befreit werden. Auch ist es wichtig, krautfreie Bahnen bis zum Ufer zu ziehen, damit auch der Drill so krautfrei wie möglich gestaltet werden kann.

SCHRITT 3 FEEDING

Nun heißt es Füttern. Sechs apfelsinengroße Futterbälle mit gequollenen Hanfkörnern, Kichererbsen, Sonubaits Worm Fishmeal sowie ein wenig süßem Futter kommen auf den krautfreien Spot.

Große Futterbälle mit Hanfkörnern und Kichererbsen sollen den Spot heiß machen.

SCHRITT 4 WAITING GAME

Nun ist warten angesagt. Nach der Aktion wagte ich gleich einen Ansitz. Erfolgslos. Selbst nach acht Stunden des Ansitzens bekam ich nicht einen, einzigen Anfasser. Kurios.

Nun heißt es abwarten.

SCHRITT 5 ONE DAY LATER – SUCCESS

Wer einen Tag nach dem „Malochen“ und Füttern einen Ansitz wagt, der kann wortwörtlich Sternenstunden erleben. Am Tag nach meiner „Entkrautaktion“ fütterte ich bis auf das Futter in meinem Dura-Method Feeder – den Tinca-Fallen – nichts.

Code Red und Oozing Pineapple Pop-Ups von Sonubaits kamen zum Einsatz.

Ich bekam innerhalb von sechs Stunden acht Bisse auf dem krautfreien, vorgefütterten Spot.
Die Aussteigerrate am Barbless Hook hielten sich mit zwei Fischen glücklicherweise in Grenzen. Jedoch ist es ratsam beim Angeln im Kraut einen Widerhaken zu verwenden, um die Aussteigerrate beim kurzzeitigen Festsitzen des Fisches im Kraut zu minimieren.

An der Neoteric FS 1.25 lb von Korum ist ein Schleiendrill ein Genuss. Genügend Kraft zum „Kraut-Drillen“ hat sie auch.

Mit sechs solcher Schönheiten hat sich der Aufwand mehr als gelohnt. Das Streckenfangen im Unterwasserdschungel bedarf ein wenig Schweiß, die Freude über einen erarbeiteten Fisch ist dafür umso größer.

Probiert´s doch mal aus!
Euer Kas

Eine von sechs Schönheiten aus dem Unterwasserdschungel.

Hier die Erfolgsmontage:

Der Semi-Fix Bead minimiert die Aussteigerrate während der Drillphase, da die Festbleimontage nach Anbiss zu einem „Run Rig“ wird. Der 60-Gramm-Dura-Method-Feeder wirkt dank des Semi-Fix Beads nicht als Aushebelgewicht.

TEAMWORK Personal Best

? TEAMWORK PB ? #topstory
„Kannst du auf meine Ruten aufpassen, wenn ich kurz weg bin?“
Aber na klar doch! `Nen kleinen Teichschuppi ? drillen… das mach´ ich notfalls doch mit links, dacht´ ich mir.
Als mein Buddy Lucas noch keine 15 Minuten weg war, bewegte sich auch schon der Swinger an seiner rechten Rute. Da er am gegenüberliegenden Ufer vor Totholz angelt, musste schnell gehandelt werden. Also schnappte ich mir seine #ArmageddonXS und drillte den kräftigen Cypriniden. Ordentlich Druck auf der Rute verrieten schnell, dass es sich hier um keinen kleinen „Teich-Guppi“ handeln kann. Kurz nachdem der Schuppmann eingenetzt war, kam Lucas auch schon durchs Gestrüpp angewatschelt. Mit einem Handy-Drillbild hatte ich ihn bereits via WhatsApp auf das Geschehene vorbereitet.
Doch, dass ich Schweinepriester auch noch den Parkteich-Rekord an Lucas´ Rute drillen durfte, damit hatten wir beide nicht gerechnet. Mit 13 1/2 Kilogramm ist es der bis hierhin größte bekannte Fisch aus dem Parkteich.

Lieben Gruß, Fangt se´!
Christian

Die erste Tinca

Die erste Tinca ? ist immer etwas ganz besonderes. Christian Prieß lernte erst jüngst (am Ostermontag ?), wie man selber Haarvorfächer bindet ??. Heute konnte er gleich die ersten Fische auf sein selbstgebundenes Rig fangen. Die FCN wünscht dir weiterhin viel Erfolg und ein dickes Petri Heil? zur 48er und 52er Schleie.

Aktion „Rette Nette“

Die gegenwärtige Hitze- und Dürreperiode macht nicht nur den Landwirten und einer schwitzenden Zivilbevölkerung zu schaffen. Auch unsere Fischbestände sind in diversen Gewässern Nordrhein-Westfalens, vor allem am Niederrhein, stark gefährdet. Sauerstoffmangel und „saunaähnliche“ Wassertemperaturen bewirken vielerorts ein Fischsterben und lassen das Algenwachstum explodieren. Diverse flache Altrheinarme und kleine Flüsse befinden sich durch den rekordverdächtigen Jahrhundertsommer in einem äußerst kritischen Zustand.
So auch die Nette bei Wachtendonk. Am Freitag, den 27.07.2018, berichteten Anwohner ein Austrocknen des Flusses. Auch die UFB des Kreises Kleve wurde bereits alarmiert und informierte alle beteiligten Akteure über den kritischen Zustand des Gewässers.
An einigen Stellen der Nette war bereits eine völlige Austrocknung des Flusses festzustellen. An anderen Abschnitten befand sich noch lediglich in den Gumpen, also den Vertiefungen des Flusslaufes, eine Ansammlung von Wasser, in welchen sich die gesamte Fischpopulation des Gewässers zurückzog. Der vorherrschende Sauerstoffmangel hatte bei einigen Fischen bereits zum Erstickungstod geführt. Ein unmittelbarer Handlungsbedarf war demnach notwendig.

Vier tatkräftige jugendliche Angler aus Wachtendonk trafen sich zusammen mit mir an der Nette, um die in den Gumpen eingesperrten Fische vor dem „todsicheren Tod“ zu bewahren. Zunächst wurde überprüft, ob die Nette an naheliegenden Flussabschnitten einen ausreichenden Wasserkörper verzeichnet, in denen man die Fische umsiedeln könnte – dem war leider nicht so. Selbst der vermeintlich tiefere Bereich hinter dem wachtendonker Schwimmbad war von einer Austrocknung bedroht. Aufgrund dessen blieb uns lediglich eine einzige Option: Eine Umsiedlungsaktion der Nettefische in die Niers.
Die Niers gehört zum selben Flusssystem wie die Nette und besaß an jenem Tag einen vergleichsweise ausreichenden Wasserkörper. Zudem mündet die Nette bei Wachtendonk in die Niers. Somit war der Transportweg kurz und die Möglichkeit der Rettung diverser Fische gewährleistet. Während der Befischungsaktion mittels großer Kescher aus dem Karpfenangelbereich, konnten Max und Alexander Brüx, Luca Herkrath, ein weiterer engagierte Helfer und ich insgesamt an die 300 Individuen retten.

Unter den insgesamt 16 Fischarten waren unter anderem circa 30 Döbel um die 50 Zentimeter, ein etwa 80 Zentimeter langer Aal sowie ein 70 Zentimeter langer Hecht.

Hier eine Liste der „erkescherten“ und umgesiedelten Fischarten:
1. Aal
2. Brasse
3. Güster
4. Zander
5. Karpfen
6. Barsch
7. Rotauge
8. Rotfeder
9. Döbel
10. Bachschmerle
11. Gründling
12. Sonnenbarsch (Der Sonnenbarsch wurde als nicht einheimische Fischart auch nicht umgesiedelt.)
13. Hecht
14. Hasel
15. Groppe
16. Schleie

Blogeintrag: Die Schleienkönigin

Anglerlatein oder Realität? Diese Frage habe ich mir genau vor einer Woche gestellt.
In welchem Kontext, das wissen die aufmerksamen Leser meines Blogeintrages: „TenchZilla am Niederrhein“.
Am heutigen Vormittag lud mich mein Kumpel Mario erneut zu seinem Großschleiengewässer ein.
Er hatte sich für den Rest der Woche Urlaub genommen, da das allseits bekannte und beliebte EDM-Festival Parookaville vor der Tür steht. Dort wird auch Mario als mehrtägiger Partygast mit seiner Feierclique am Start sein.
Doch heute war zunächst Big-Tench-Hunting 2.0 angesagt.
Da ich mitten in der Klausurphase stecke und noch ein paar Termine am Nachmittag hatte, war mein Zeitfenster zum Fischen auf die Stunden zwischen 8 und 13 Uhr begrenzt. Für einen Schleienansitz an Gewässern mit einer starken Population reicht dies vollkommen aus, um erfolgreich zu sein.
Bereits am Vortag mischte ich mir etwa einen Kilogramm Futter an, bestehend aus einem Mix von:
(1) 50 % Sonubaits Worm Fischmeal (2) 40 % Sonubaits F1 dark (süßes Lockfutter) (3) 10 % Sonubaits Spicey Meaty Method Mix
plus 250 Gramm meines frisch aufgekochtem Spicey Hemp (4) sowie ein wenig püriertem Vanillemais (5).
Das ganze lagerte ich bis zum nächten Morgen im Kühlschrank.

Der nächste Morgen

Am nächsten Morgen starteten wir unsere Angelei mittels Method Feeder gegen kurz vor Acht.
Der erste Biss ließ nicht sonderlich lange auf sich warten. Ich will mich kurz fassen:

Wir fingen in den fünf Stunden insgesamt acht Schleien an den unterschiedlichsten Spots um unsere Angelstelle herum. Links am Ufer, rechts am Ufer, an Kanten zu den Sandbänken, einfach überall. Die meisten Fische fielen auf einen mit Ananasdip geflavourten gelben oder weißen 12 Milimeter Bananeboilie herein. Doch die beiden größten des Tages vergriffen sich seltsamerweise an einem roten 12 Millimeter Code Red Pop-Up (Hauptbestandteile: Leber und Pfeffer).

Am heutigen Tag konnte ich gleich zwei PBs knacken.
Ich fing mein bisher größtes Männchen von exakt 58 Zentimetern. Was für ein Wahnsinnsfisch mit noch wahnsinnigeren Flossen.

Damit aber noch nicht genug. Eine Stunde später war es dann wirklich so weit.
Meine erste Sixty-Up Tinca Tinca. Mein Traum von solch einem kapitalen Geschöpf ging in Erfüllung.
Abermals brachte der Code Red Poppie den kapitalen Fisch.
Bereits vor dem Keschern, als ich die gewaltige Dame im recht klaren Wasser sah, war ich mir sicher – das ist sie, die Schleienkönigin.
Mit einem Freudenschrei nahm ich die Zahl 61 hinter dem Ende der Schwanzflosse auf der Messmatte wahr. Die Antwort auf meine Ausgangsfrage lautet also: Realität. Sie sind wirklich in diesem Gewässer, brachiale 60+ Schönheiten.
Einfach unglaublich! Seht selbst:

P.S.: Erstmals testete ich meine für die Barbenangelei gedachten CUTTING HOOKS AWA-S der Größe 10 beim Method Feedern auf Großschleien. Von insgesamt neun Bissen ließen sich sieben anstandslos und souverän verwandeln. Er ist bisher der beste barbless Hook, der mir unter die Augen gekommen ist. Durch die geringen Verbreiterungen des Hakens kurz hinter der ultrascharfen Hakenspitze wird die Ausstiegsgefahr extrem minimiert. Auch bleibt der Haken erstaunlich lange, auch im steinig-kiesigem Rheingefilde, scharf. Bis hierhin bin ich von diesem Eisen echt überzeugt – not bad, das Teil.

Exkurs

Wer sich noch wage an seinen Vorbereitungslehrgang zur Fischerprüfung erinnert, der weiß vielleicht noch, dass man weibliche Schleien recht gut von männlichen Tincas anhand der Bauchflossenpaare unterscheiden kann.
Männliche Schleien haben sehr große Bauchflossen mit einem enorm starken Hartstrahl.
Die Bauchflossen der weiblichen Schleie hingegen fallen weitaus kleiner und schmaler aus und besitzen lediglich einen dünnen Hartstrahl.
Insbesondere bei großen Exemplaren kann man das Geschlecht dadurch schnell identifizieren.

Hanfsamen aufkochen und lagerfertig abfüllen – ein erster Versuch

Partikelkochen – das habe ich bisher in meiner Anglerkarriere viel zu wenig getan.
Mein guter Kumpel Lucas hat mich bereits mehrfach mit großer Häme ausgelacht, da ich bisher lediglich den teuren ready-to-use Hanf diverser Firmen gekauft habe. Schande über mein Haupt!
Insbesondere in diesem Jahr stelle ich den Bartelträgern im Vergleich zu den Vorjahren exzessiver nach, sodass der vorgekochte Instant-Hanf richtig ins Portmonee geht.
Da ich zumeist zwischen 200 und 400 Gramm große Portionen des Hanfs pro Schleien- oder Barbenansitz benötige, habe ich heute den ersten Versuch unternommen, 2.5 Kilogramm Trockenhanf aufzukochen und lagerfertig abzufüllen.
Bereits im Vorfeld habe ich diverse Gurken- und Barillasoßengläser gesammelt, in denen ich die aufgekochten Hanfsamen abfüllen werde.
Wichtig dabei ist, die Gläser sauber auszuspülen und im Backofen bei etwa 110 Grad für einige Minuten von den vorhandenen Restkeimen zu befreien. Diese sterben nämlich bei etwa 70 Grad ab – soweit die Theorie.
Den Hanf habe ich zunächst mit Cayenne Pfeffer und Hot Paprika Pulver verfeinert und mit reichlich kochendem Wasser übergossen.
Das ganze lies ich 24 Stunden ziehen, bis es schlussendlich zum Aufkochen und Abfüllen kam.
Ich kochte die Hanfsamen 90 Minuten auf. Nach und nach sah man wie ein großer Teil der Hanfkörner aufgeplatzt war, sodass der weiße Inhalt zum Vorschein kam. Genau das wollen wir beim Hanfkochen erreichen.
Lucas gab mir die Anweisung, dass etwa 70-80 Prozent der Hanfsamen aufgeplatzt sein sollten. Dann sei der Hanf optimal aufgekocht für unsere geliebten Cypriniden.
Ob es ganz 70 Prozent bereits waren… ich glaube es nicht, eher fiffty-fiffty. Mal schauen, ob sich noch was tut beim „Nachziehen“ in den Einmachgläsern.

?️?️ Spicey Hemp Cooking ?️?️
2.5 kg Hempseeds ✔️
Cayenne Pepper ✔️
Hot Paprika ✔️

Blogeintrag: TenchZilla am Niederrhein

Die magische 60-Zentimeter-Marke kann für Großfischjäger, die intensiv den Schleien nachstellen, das große Ziel sein.
An einem der Big-Tench-Gewässer am Niederrhein war ich für einen halben Tag zu Gast.
Berichten zufolge sollen schon Schleien jenseits der 65 Zentimeter gefangen worden sein – Anglerlatein oder Realität?
In einer halbtägigen Gastkartensession werde ich dies wohl eher nicht herausfinden können.
Ein oder zwei Tinca Tinca sollen aber am heutigen Nachmittag bzw. Abend drin sein. Die Größe spielt für mich zunächst nur eine nebensächliche Rolle.
Ein neues Gewässer im Hinblick auf den Zielfisch zu knacken – das ist der anfängliche Reiz, der mich bis in die Haarspitzen motiviert Vollgas zu geben.
Das Angeln mit dem Dura-Method Feeder und einem gelben 12 mm Banane-Ananas Pop-Up sollen es möglich machen.
Ich hatte mein restliches Feederfutter von der letzten Schleiensession aufgetaut. Ein Mix aus Fischmehl und süßem Futter sowie ein wenig scharfem Paprikapulver und toten (eingefrorenen und aufgetauten) Maden kam zum Einsatz.

Mein Kumpel Mario wies mich an seinem Hausgewässer ein und verriet mir die typischen Standorte der Schleie. Sowohl entlang des Ufers als auch auf einer riesigen Sandbank seien nach seinen Aussagen Tincas zu erwarten.
Ich entschied mich für das seitliche Ufer des etwa 6 ha großen Sees und fischte vor überhängenden Bäumen auf etwa 2,50 Metern Tiefe.
Da ich mit meinem ersten Auswurf der Montage noch nicht zufrieden war, holte ich das ganze sofort wieder rein, presste Futter mit dem Förmchen auf den Method Feeder und Wurf erneut. Dieses mal erschien mir alles „tippi-toppi“. Also legte ich die Rute auf den Erdspießen, die ich im Flachwasserbereich des sandigen Ufers aufgestellt habe, ab. Selbiges Tat ich mit meiner zweiten Rute. Ich platzierte sie etwa 15 Meter neben meiner anderen Montage in Ufernähe.

Nach nicht mal 10 Minuten wackelte die Rutenspitze der linken Rute.
Eine schöne 50+ Schleie landete nach einem kurzen Drill in den Maschen des Karpfenkeschers. Geilomat, das ging schnell!

Der Zielfisch wurde sozusagen mit dem „First Cast“ gefangen, wenn man den Fehlwurf außer Acht lässt. Ist das Geil!

Im Folgenden zog sich der Himmel zu. Suboptimal für´s Schleienangeln wie ich finde.
Ich liebe die warmen und sonnenfrohen Tage, wenn ich es auf Tincas abgesehen habe.
Unter diesen Bedingungen habe ich bisher die meisten Schleien überlisten können.
Nun kamen auch noch zig kurzweilige, etwa 10 bis 15 Minuten andauernde Regenschauer dazu.
Nun es nützt ja nichts, weitermachen!

Nun tat sich zunächst nicht mehr viel. In den Folgestunden bekam Mario einen Fehlbiss und der dazugestoßene Thomas verhaute auch drei Bisse auf eine Madenbombe. Die immer wiederkehrenden Regenschauer scheinen das Beißverhalten zu hemmen. Lediglich in den Regenpausen bekamen Thomas und Mario den ein oder anderen Zupfer an ihren Naturködern.
Doch dann plötzlich, in einer Regepause, bewegte sich zum zweiten Mal meine Rutenspitze, darauf erschlaffte die Schnur, BISS!
Abermals war mein Zielfisch im Drill. Der Fisch, der dieses Mal etwas mehr Druck machte, lies sich schnell ins Netz führen.
Im Kescher sah ich sofort, dass ich ein wirklich großes und sehr schlankes Weibchen erwischt habe.
Beim Messen stellte sich heraus, dass diese hübsche Dame sage und schreibe 57 Zentimeter auf dem Buckel hat.
Was für ein Traumfisch!

In der späten Dämmerung bekam ich noch einen kampstärkeren Cypriniden drauf, der im Drill kurz vor dem Kescher ausstieg.
Mario, der mir beim Keschern zur Seite stand, bekam den etwa 16 Pfund schweren Spiegler noch zu Gesicht, bevor er sich in die Tiefen es Sees verabschiedete.
Vermutlich hat der kleine 10er Haken nicht ordentlich gesessen… Das kann wohl mal passieren, wenn man es mit feinem Material und kleinen Haken auf Schleien abgesehen hat.
Während ich den Karpfen am Drillen war, bekam Spolders (Thomas) parallel einen harten Biss auf seine Madenbombe. Ein spektakulärere Drill an der Feederrute begann. Wir vermuteten zunächst einen Karpfen, bis sich nach etwa zehn bis fünfzehn Minütchen ein haiähnliches etwas unter der Wasseroberfläche zeigte.
Krass, ein 125 Zentimeter langer störartiger Flossenträger hat sich die Madenbombe am 0,20er Vorfach eiskalt reingepfiffen. Diese Biester beißen echt auf alles was sie vor die Nase bekommen.
Egal ob Köfi, Wurm, Mais, Maden oder Boilies – die machen vor nichts Halt.

Es war durch und durch ein spannender und erfolgreicher Angelnachmittag.
Da lohnt es sich auch, wenn man mal den Arsch nass kriegt.

Hoffentlich bekomme ich nochmal die Chance an diesem Gewässer zu angeln.
Die Mission 60+ Schleie ist voll im Gange.

Bis dahin, Petri Heil
Euer Kas