Sinnvoll-Schöne Schonzeit!

Der Bursche hier wird wohl der vorerst letzte Räuber für mich in den nächsten zwei Monaten sein. Lassen wir unsere gestreiften Punks und brutpflegenden Z-Fische ungestört ihren Paarungsritualen nachgehen.
Zeit genug, um das Chaos in der Gufi-Box sowie dem Tacklerucksack zu beseitigen.

Am Kanal TOCKT´s!

Ist der Rhein im Winter klar und flach
Such dir´n Kanal mit Ach und Krach
Denn dort du wirst Fangen satt
Zander oder Bärsch´le statt

Die aktuell flachen und klaren Begebenheiten am Rhein machen ein erfolgreiches Fischen am Tage auf meine geliebten Zettis äußerst schwer.
Lediglich die Dunkelheit kann hier noch tolle Ergebnisse herbeizaubern.

Da ich aber ein großer Freund der Angelei bei Tageslicht bin, kam mir eine andere Option in den Sinn. Das Kanalangeln.
Ab ins World Wide Web auf www.visplanner. de und „Gib ihm!“ lautete der Plan.

Schnell kam mir ein Kanal in den Sinn, an welchem ich bereits Anfang 2015 die Einfahrt befischt habe. Der Twentekanal.
Glücklicherweise ist dieser ein geschleuster Kanal und weist somit stets einen gleichbleibenden Pegel oberhalb der ersten Schleuse vor. Das kommt einem Angler, der dem Flachwasser des Rheins entgehen will, gerade recht!

Nachdem ich den Kanal im VISplanner von Zutphen bis Enschede ausspionierte, wusste ich schnell an welchen Stellen ich es am nächsten Tag zusammen mit meinen Passionsgenossen Lucas und Joel versuchen werde.

Brücken, Pfeiler und der Schleusenbereich waren an diesem Tag wie zu erwarten „Bissgaranten“.

Am Ende konnte wir drei mit insgesamt 13 Fischen unsere Erkundungstour erfolgreich beenden. Die Beißlaune der Räuber war sensationell!

Auch an Kanälen kann man durchaus Sternenstunden erleben. So fingen wir acht der Räuber, Zander und Barsche, innerhalb einer halben Stunde an einem Spot.

Versucht es doch auch einmal.

Viele Grüße
Euer Kas

Zwischen Eisregen, Sonne, Aspirin und Predatoren! Part One

Die langersehnte NL-Märztour!
Vier Tage mit Rute und Rolle in der Hand, dem Rucksack auf den Schultern und der verstauten Spiegelreflex spannende Gewässer erforschen, erobern und genießen! Welchen leidenschaftlichen Angler lässt dieses Wissen in der Vornacht vor Beginn der Tour ruhigu schlafen? – Wohl keinen.

Bereits im Januar philosophierten David und ich über Taktik und Co., über potenzielle Spots der Tour. Wir durchforsteten den Visplanner und Google Earth nach diversen Spots und augenscheinlich verheißungsvollen befischbaren Gewässern.

Wer einen VISpas für rund 45€ erwirbt, kann mittels VISpas-ID kinderleicht auf www.visplanner.nl oder mittels VISplanner-App ermitteln wo gefischt werden darf und wo nicht. Wie ich finde ein enorm innovatives, geiles und vor allem transparentes System, um Angelverbotszonen ausfindig zu machen.

Nac Tagen der Philosophie, Theorie und Spekulationen kam nun Tag X, der „Dritte-Dritte“ ein Stichtag wie kein anderer für uns erschein auf dem Kalender. Früh klingelte mein Wecker, um den Zug Richung Kleve pünktlich abzufangen. Ab ins Bad, schnell einen Kaffe, ab in die zig Klamotten und Wathose, Rute geschnappt und stragt Richtung Ortsbahnhof.

Am klever Bahnhof angekommen wartete ich keine zehn Minuten und schon schoss Angelkumpel David mit seinem Golf um die Ecke.
Breit grinsend stieg er aus und begrüßte mich freundschaftlich mir großer Vorfreude auf die bevorstehenden gemeinsamen Angeltage.
Den Rucksack sowie die Rute im Kofferraum verstaut ging es auch schon Richtung geplanten Spot #1  der Tür, welcher als Tagesspot bis zum bitteren Abenddämmerungs-Ende ausgefischt werden sollte. Geplant -Getan.
Nach einer guten halben Stunde am Spot war Davids Rute krumm. Wir vermuteten zunächst grössentechnisch einen besseren Fisch. Dieser entpuppte sich leider letzenendes als ein quergehakter kleiner Zander.

Ein schlechtes Ohmen, ein schlechtes Zeichen. Der erste Fisch der Tour quergehakt zeugt von viel Fisch am Platz und wenig Beißlust situationsbedingt. Trotzdem fischten wir hochmotiviert weiter, in der Hoffnung einen beißwilligen Räuber an den Haken zu bekommen.
Schon nach kurzer Zeit hing aus dem Nichts ein schöner Zander am Stinger – GEBISSEN! Jawoll. Da hat einer der Burschen offensichtlich nach dem „TOCKsuchT-Häppchen“ geschnappt, yesss!

Auch wenn wir phasenweise, länger als 60 Minuten, bisslos blieben, war von einem Spotwechsel in keinem Fall ernsthaft die Rede.
Bevor wir die erste bisslose Stunde verzeichnen mussten, bekam David einen tollen Biss, welcher leider nicht in Drill und Fisch verwandelt wurde.

Die nächsten zig Würfe blieben bei beiden erfolglos. Es tat sich rein nicht mehr. David motivierte mich weiter konzentriert zu fischen.
Er war sich sicher eine richige Bissphase abzupassen.

Kaum hatte ich einen der ganz bösen Hänger, welche im Abriss der Montage endeten, saß ich auch schon auf meinen vier Buchstaben und griff Richtung der vorderen Rucksacktasche, wo ich stets meine vorgefertigten Fluorocarbonvorfächer verstaute. Ich schaute kurz nach Davids letzten Auswurf, sah wie die Schnur durch Zeigefinger und Daumen glitt, als ein merkwürdiger „RUCK!“ durch diese ging. David Schlug in kurios ungewohntem Stile an und schrie förmlich: „Hast du das gesehen?!?!“
Ich blieb darauf zunächst kommentarlos baff sitzen und beobachtete das Phänomen.

David: „Wels!…….Oder ´n Hecht…….. oder DER Zander…… Neee ich sag Wels!“

Gespannt darauf, was uns an der Wasseroberfläche begrüßen würde, drillte David spektakulär einen starken Fisch aus.
Wir beide schauten starr und gespannt Sekunden, ja gefühlte mehrere Minuten lang, auf die Wasseroberfläche, bis eine zu identifizierende Schwanzflosse aus dem Wasser ragte. Wir hatten es tatsächlich mit einem Rheinwels zu tun. GEIL!

Nach spekatakulärem Drill durften wir einen 101cm langen Waller vermessen. GENIAL! Welch´ein geiler Fisch am ersten Tag unserer Tour! Geilomat! Wir erfreuten uns ca. eine Stunde in höchstem Maße über diesen Ausnahmefang. Davids erster Rheinwaller und erster Wels generell.
Angelkarrierenpremiere! Wohooo!

Nun war es bisstechnisch einige Zeit ruhig, nachmittags tockte es noch einmal ordentlich in meiner Rute.


Vor Beginn der Abenddämmerung trat tatächlich eine aktive Beissphase ein. David rief schnell: „Fiiisch!“, und landete einen netten Zetti. Keine fünf Minuten später bekamen er und ich fast zeitgleich einen Fehelbiss. Mist! Keiner von beiden blieb kleben.
Zwei Würfe später: „Guuuuter!“ und ich sah Davids Zanderstock in verneigender Position.
Er pumpte den Fisch unter Adrenalin ran. Spannung pur, beider in größter erwartungshaltung was uns da erwarten wird.
Wieder ein Wels? Oder dch ein kapitaler Zander? Nein!
Plötzlich sprang ein mittelstarker Zander quergehakt wie Delphin Flipper aus dem Wasser und schüttelte den Jighaken ab.
David und ich schauten uns parallel kommentarlos an und
Doch David, gekonnt ist gekonnt, lunzte noch ein Glasauge kurz vor Dämemrungsbeginn aus dem Rhein.

Wir fischten noch bis in die nächtliche Dunkelheit hinein. Leider tat sich hierbei rein nichts mehr.
Also entschlossen wir den durchaus gelungenen Start unserer Tour bei mir Zuhause mit einem niederrheinischen Dimix ausklingen zu lassen.
Nach einer letzten Vorbesprechung für die nächsten drei Tage tief in den Niederlanden verabschiedeten wir uns beide rasch ins Land der Träume.

„Düüüt, Düüüüt, Düüüt…“ ertönten um Punkt 6:00 Uhr diverse Wecker . . ,

Stumpfe & aufgebogene Jighaken – Was nun?

Wer hat sie nach einer Softbait-Rheinsession nicht? – Stumpfe und aufgebogene Jighaken.
Was nun? Ab in den Rucksack und Zuhause im Müllcontainer entsorgen? Nein!

Aufbewahren, lagern und (in der Schonzeit) wiederherrichten ist die Devise.

Wer einmal die richtige Schärfetechnik autodidaktisch erlernt hat, kann innerhalb eines halben Tages unglaublich viele Jigköpfe auf Vordermann bringen. Wie viele Euronen man hier auf lange Sicht einsparen kann, wissen wohl alle leidenschaftlichen Zanderangler.

Ein junger Mann aus der Karpfenszene hat hierfür ein wirklich tolles Set auf den Markt gebracht, welches sämtliche Accessoires für ein einfaches, schnelles und effektives Hakenschärfen mitbringt.

Zur ersten Orientierung, wie man richtig schärft, könnt ihr euch das Video der Novas zusammen mit dem Produktentwickler anschauen:

Zunächst nimmt man einen stumpfen, mehr oder minder aufgebogenen, Jigaken und bringt ihn mit einer Zange in seine Ursprungsform zurück.

Danach spannt man ihn in einen handlichen Schraubstock ein, um später exakt und gefühlvoll schärfen zu können. Mit einer Diamantfeile kann nun die Hauptarbeit verrichtet werden. – Ich habe ca. einen halben Tag benötigt, um meine persönliche Schärfetechnik mit diesen Tools zu entwickeln.

Sobald der Haken die gewünschte Schärfe erreicht hat, kann man mithilfe der Steinfeile die raue, eckige Oberfläche des Hakens in eine Glatte und Abgerundete perfektionieren.

Eines der wohl genialsten Tools des Sets, die LED-Lupe. Hier wird überprüft, ob man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Mit einem Permanentmarker werden nun die rostempfindlichen, geschliffenen Stellen gecovert. Alternativ ist handelsübliche Vaseline ebenfalls effektiv, um Rost zu vermeiden.

Nun können unsere geliebten Räuberwaffen wieder Startklar gemacht werden – Das Aufziehen von Gummiködern.

Solch ein Set rentiert sich erst nach einigen geschärften Jighaken und ist somit besonders Anglern,
welche wöchentlich am Wasser sind, zu empfehlen.

Unter folgendem Link erhaltet ihr weitere Informationen zu dem Produkt: Pinpoint-Hooks Tool Set „All in“

Meinen ersten Fisch auf einen ehemals stumpfen und krummen Jighaken seht ihr hier

Recycling & Geld sparen machen Spaß!

 

Energischer Döbel!

Jawollja!!! ?
Wieder kein Barsch aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Unglaublich!
Das war kein „Tock“ das war ein „RUMMS!“!
Ich bin jetzt noch am lachen ?.
Fotograf werde ich in diesem Leben zwar nicht mehr aber was für ein geiler Fisch., ? ‪#‎yippeyahey‬ ‪#‎spassfür10‬

Den Köder direkt am Ufer lang gelupft….. Biss… Angehauen und sofort ging die Bremse.
Eine Flucht nach der anderen. Ich habe wirklich zunächst mit einem Hecht gerechnet.

Sunny Sunday!

Phasenweise waren einige Hechtbarsche an diesem wettertechnisch erstklassigen Märztag ordentlich auf Raubzug.
Besonders vielversprechend sind seit Januar die Stunden zwischen 9 und 12 Uhr sowie die letzte Stunde VOR Beginn der Abenddämmerung im Rheingebiet. Jedoch ist tagsüber, im seit einiger Zeit angetrübten und von Hochwasser geprägten Rhein, stets mit Bissen zu rechnen.

Hochwasser & Windstärke 6

Jens und ich machten uns am Mittwoch trotz starken Windes zur Waal auf.
Wir befischten zunächst eine überflutete Kanaleinfahrt.
Bekanntlich bissen an diesem Spot 90% aller Räuber auf voller Distanz, sodass wir uns zu Beginn in „Windflucht“ positionierten, um mit möglichst viel Rückenwind unsere Gufis am 21g-Kopf weit rauszufeuern.
Ein schnell geführter Köder mit kurzen „Eine-Umdrehung-Sprüngen“ war das Rezept der vergangenen Wochen.
Genau so fischte ich auch an diesem Tag und konnte mich nach einer guten halben Stunde über ein abgebissenes Schaufelschwänzchen freuen bzw. ärgern.

Der Wind machte ein effizientes Abfischen der Einfahrt nicht gerade leicht.
Bis auf einen Anfasser bekam auch Kumpel Jens keinen weiteren Kontakt, sodass wir uns nach eingier Zeit auf den Weg machten, um einen weiteren Spot anzusteuern.

Am Maas-Waal-Kanal angekommen befischten wir als Erstes den direkten Einfahrtsbereich, wo ordentlich Strömungdruck herrschte. Hier tat sich auch nach 15 Minuten rein gar nichts, sodass wir uns schnell für die beruhigten Gewässerbereiche entschieden.
Nach etwa 30 Minuten meldete sich ein stacheliger Räuber mit einem saftigen „TOCK!“. Abermals war ein schnellgeführter Gummifisch mit kurzen Sprüngen das Erfolgsrezept. Freuen durfte ich mich über ein erkämpftes Moppelchen.