Gewässerwechsel – Die richtige Entscheidung

Die Regenfälle füllen die Flüsse, der Fressrausch vor dem Laichgeschäft beginnt. – Ideale Bedingungen, um den Zandern auf die Pelle zu rücken.
Unser Trip am vergangenen Samstag war zunächst auf den Twentekanal ausgerichtet. Grundidee war es, dass die Flüsse des Rheinsystems bei dem vorherrschenden Anstieg des Wasserstandes extrem eingerübt sein werden und ein geschleuster Kanalbereich hingegen mit stets gleichem Wasserstand weiterhin den bekannten, etwas klareren Trübungsgrad besitzt.
Ich warte bei nahendem Hochwasser gerne ein oder zwei Tage bis der hohe Wasserstand konstant auf einem Level bleibt. Eine kurze Aklimatisierungsphase der Raubfische an den hohen Pegel ist oftmals vonnöten, um größte Beißfreudigkeit der Zander zu erleben.
Doch diese Idee entpuppte sich als Trugschluss. Der Regen brachte über die steilen Kanalhänge Erde, Blätter und weitere Pflanzenteile in die Schifffahrtsstraße ein. Das langsam fließende Gewässer hatte eine Sichttiefe von etwa 15 cm. Viel trüber als es im Jahresdurchschnitt ist.
Für meinen Geschmack definitiv zu trüb, um glorreiche Fangaussichten vorauszuahnen.
Insbesondere Barsch und Hecht beißen unter diesen Bedingungen zumeist um einiges schlechter, da diese Augenräuber nun auf ihr wohl wichtigstes Sinnesorgan neben der Seitenlinie während ihres Raubzuges verzichten müssen.
Nach kräftezehrenden biss- und anfasserlosen sechs Stunden am Kanal war ein Gewässerwechsel die einzig richtige Entscheidung.
Wir fuhren also zum Kanaleinlauf an die Ijssel und stellten mit großer Freude fest, dass die Ijssel eine andere und für den Zander bessere Trübung besitzt. Am Einlauf vermischten sich die braune Kanalbrühe mit dem milchig trüben Fließwasser der Ijssel.
Ich nahm meinen chartreusfarbenen Gummifisch und tauchte diesen in in die Ijssel ein. Auch nach 30-40 cm konnte ich ihn noch leicht erkennen. Yesss! Das ist genau das, was die Zander lieben. Weder zu klar noch zu trüb. Auch diese milchige Trübung ist mir stets lieber als eine kakaofarbene Suppe.
Nachdem wir den Kanaleinlauf etwa 30 Minuten lang bisslos befischten, machten wir uns zur ersten Ijsselbuhne auf.
Ich wollte vor dem ersten Wurf an dieser Buhne nur kurz für kleine Königstiger, da hört ich auch schon: „Ich hab was!“ aus Alexanders Mund.
Das gibt es doch gar nicht. Nach 6 1/2 Stunden ohne Biss bescherte die erste Ijsselbuhne gleich nach dem ersten Wurf den ersten Zander des Tages. Unglaublich! Dabei ist es auch noch Alexanders erster Gummifischzander überhaupt. Petri Heil, mein Freund!

Schnell ein paar Fotos schießen, den Fisch versorgen und weiter geht´s.
Also schnappte ich meine Rute und machte in derselben Buhne ebenfalls meinen ersten Wurf.
Erste Absinkphase nichts. Zweite Absinkphase… „Fiiiisch!“ hieß es nur. Endlich!

Wir hatten uns beide mit jeweils einem Mitte-50er Zandern entschneidert. Sofort kam mir der Gedanken auf, was wäre wenn… was hätten wir erlebt, wenn wir uns von vornherein auf die Ijssel und nicht auf den Kanal konzentriert hätten?
Hätte, hätte, Fahrradkette.
Die Ijssel genehmigte uns in der nächsten Stunde vor Dunkelheit noch so manches „TOCK“.
Alex krönte seinen Tag mit einem schicken 62er Zander, der unmittelbar an der Strömungskante biss. Er genoss am Abend die Filets seines ersten Gummifischzanders.

Im Magen befanden sich vier noch kaum verdaute Grundeln. Die Fresslaune schien am jenen Tag groß gewesen zu sein.

Viele von Euch werden es sicherlich auch kennen…

Tage, an denen man spürt, dass man zum Angeln muss!
Gestern war so ein Tag für mich! Der eigentlich geplante Trip mit Michael Brands musste verschoben werden, das Wetter ließ mehr als zu wünschen übrig und dennoch – dieses Gefühl, es ist ein guter Angeltag, es war da…

Also hieß es bei starkem Westwind und Nieselregen eben allein zum Rhein für mich.

Fassen wir es kurz zusammen:
Innerhalb von nur 10 Minuten gab es insgesamt 3x Einschläge in der Rute und am Ende einen neuen Personal Best am Rhein für mich 🙂

Es gibt sie eben, diese Tage………

NovaCarp auf Abwegen – Meterhecht aus der Merwede

Mit dem ersten Streich in 2017 leiten wir eine neue Videoreihe ein: „NovaCarp auf Abwegen“. Verstärkt haben wir unsere Aufmerksamkeit im letzten Jahr neben den Karpfen auch anderen Fischarten gewidmet – diese Touren wollen wir dieses Jahr mit euch teilen. Los geht es mit

NovaCarp auf Abwegen – Meterhecht aus der Merwede

Gemeinsam mit FCNler Christian Kaspers und Zanderkantler Sebastian Hänel war Lucas an der holländischen Merwede unterwegs. Auch wenn es uns der gewünschte Zielfisch „Zander“ schwer machte: einen kapitalen Abschluss gönnten wir uns trotzdem!

Übrigens: Nur einen Tag später stellte Sebastian seine Zanderkompetenz unter Beweis und begleichte seine offene Rechnung mit den niederrheinischen Diven. Doch schaut einfach selbst mal bei ihm vorbei: Sebastian Hänel Official

Erkundungstour mit Sebastian Hänel

Abenteuer suchende Angler lieben es neue Reviere zu erkunden.
Gemeinsam mit Zanderkantler Sebastian Hänel und meinem Kumpel Lucas Deppe suchten wir die für uns neuen Geflide der Merwede auf.
Unser Fokus lag natürlich beim Zander, der am gestrigen Tag jedoch vom allerfeinsten divenhaft rumzickte und sich nur selten zimperlich am Juniorkauli vergriff. Immerhin ließen uns die Hechte nicht im Stich und krönten unseren Angeltag mit diesem starken Artgenossen.
Danke für die nette Überraschung und deinen Besuch.
Ich hoffe wir treffen uns in naher Zukunft nochmal am Wasser!
„Ick muss sagen, dit wa´ ne echt dufte Nummer, Keule.“


Der Merwede-Meter | Fotostrecke

Nach einem kurzen und knackigen Drill zeigt sich schnell, wer sich am anderen Ende der Schnur befindet. Ein starker Hecht streift erstmals die Wasseroberfläche der Merwede.

Kurz vor der Landung taucht der Esox noch einmal ab und entfaltet seine ganze Kraft.

YESSS! Sebastian wendet einen gekonnten Kiemengriff an und landet den Flusshecht sicher.

Die Freude ist groß. Christian ahnt bereits seinen neuen Hecht-PB.

Kurz ein paar Fotos schießen.

Mit strammen 104 cm ein Sahneteil von Hecht. Die Freude ist groß! Einfach nur geil! Nun darf die Dame wieder in ihr Element zurück.

Sebastian philosophiert darüber, dass wir eigentlich vor dem Besuch dieser Buhne kurz zum zurück Auto gehen wollten. Hätten wir dann überhaupt diesen Fisch an diesem Tag gefangen? Wohl eher nicht. Zum Glück entschieden wir uns dafür weiterzufischen.

Jawoll! Sebastian hat den nächsten Hecht im Drill. Selbe Buhne. Dieses mal ein kleinerer Artgenosse.

Gelacht wurde viel. So neigte sich mit guten Emotionen ein toller Angeltag dem Ende.

Petri Heil euch allen!
FCN


Am Folgetag zog Sebastian noch einmal alleine zur Merwede los und konnte dabei 8 straffe Zander bis knapp 70 cm aus dem Fließwasser ziehen.
Die Buhnen mit harter Strömung waren es, welche satte TOCKs bescherten. Alleine in einer Buhne gab es gleich 7 Zander zu verhaften.