Frühjahrseinstand

Lucas setzt für seinen Frühjahrseinstand momentan auf einen regelmäßig eingebrachten Futtermix aus R&G Kivelingen, Red Zemper, Seedy Scofish, Partikeln und kleinen Pellets. Wir sieht eure Frühlingstaktik aus? Futter, Instant oder Stalking? Auf was für Waffen setzt ihr momentan?

#rgfishfeed #pinpointhooks #navitasangling #novacarp

Boilies und oder Alternativen

Wo soll man beim Thema Boilies anfangen?
Ich beginne das Ganze mal so:
Boilies sind bei jedem Karpfenangler ein großes Thema.
Während sich bei den einen gewisse Marken etabliert haben, probieren die anderen noch Boilies unterschiedlichster Firmen aus oder rollen sich gar nach ihren Vorstellungen eigene Boiliekreationen.

Wenn ich jetzt hier alle renommierten Marken und Firmen oder Geschmacksrichtungen aufzählen würde, dann würde dieser Blogbericht den Rahmen sprengen.
Also gehe ich nicht diskret auf bekannte Hersteller und bestimmte Boilies ein.
Fangen wir mal klein an. Da ich selber noch ein Jungangler bin, weiß ich wie Jungangler bzw.
Anfänger sich an einem neuen Gewässer fühlen. Sie wissen zumeist nicht, wie und wo sie mit was angeln sollen.
Wenn man als junger Petrijünger in ein Angelgeschäft geht, sieht man des Öfteren die Massen an verschiedenen Boiliesorten und weiß nicht so recht, welche man nehmen soll. Jeder Angler möchte schließlich schnell zum Erfolg kommen. Deswegen sollte man sich immer am Gewässer mit den lokalen Anglern unterhalten und sie nach Tipps fragen. Eine pauschale Faustregel ist oftmals der Fall. Je nach Gewässer fängt man entweder mit fischigen oder eher mit fruchtig-süßen Boilies gut. Also können Gespräche mit Karpfenanglern vor Ort bereits einen wichtigen Tipp zur Boiliewahl geben.
Falls man an einem Gewässer mit einem sehr hohen Angeldruck durch Karpfenangler fischt, sollte man auch mal auf Mais oder auf Tiegernüsse ausweichen.

Diese Köder werden eher unzimperlich von den schlauen Fischen aufgenommen, da sie mit diesen alternativen Ködern noch nicht so häufig überlistet wurden wie mit einem Boilie. Außerdem ist die Köderwahl wichtig, da man an manchen Gewässern mit Brassen, Krebsen und Co. zu kämpfen hat. Man kann nach einigen Sessions herausfinden worauf diese unerwünschten Beifänge bevorzugt beißen und ihnen mit anderen Boiliesorten oder alternativen Ködern ausweichen. Auch durch die Wahl von größeren Boilies können unerwünschte Brassenbeifänge minimiert werden.
Andererseits fische ich zum Beispiel an einem Gewässer wo sehr viel Angeldruck herrscht. Dort wird viel gefüttert und mit großen Ködern geangelt. Ich habe mir dann überlegt, kleinere Köder (12-14 mm) zu benutzen. Hier füttere ich auch nur eine kleine Hand Boilies pro Rute  es Mit dieser Taktik bin ich schon sehr oft gut gefahren.

An alle ein dickes Petri,
Euer Laps

Neue Lehrgangsleiter in Emmerich am Rhein

Wie viele bereits wissen sind mit Christian Kaspers und Reiner Geerts zwei dynamische Charaktere im Rheinischen Fischereiverband und insbesondere im Bezirk Kleve aktiv geworden.
Da im Raum Emmerich die Nachfrage nach einem Vorbereitungslehrgang stets groß war, haben die Vorsitzenden des Linken Niederrheins, Udo Botson und Andreas Alshut, übergangsweise bis zur Neuwahl des Klever Bezirksvorstands jährlich einen Herbstlehrgang in Emmerich angeboten.

Mit den neuen Lehrgangsleitern Christian und Reiner werden zukünftig sowohl ein Frühjahres- und Herbstlehrgang in der Stadt am Rhein angeboten.
Die „Generalprobe“ der beiden fand vom 03. bis zum 05. März im Vereinsheim des SFV Rheinlust 1932 e.V. statt. Die insgesamt 13 Teilnehmer wurden innerhalb eines Wochenendes hervorragend auf die anstehende staatliche Fischerprüfung vorbereitet.
Mit einer Bestandenen-Quote von 100% starten die beiden Seminarleiter mit Bravour in ihre neue Verbandstätigkeit.
Alle Teilnehmer des Vorbereitungskurses brachten die Prüfung mit Erfolg hinter sich.
So darf es gerne weitergehen.

Petri Heil
Der Bezirk Kleve

ZANDERKANT Rute

Die Zanderkantrute spaltet die Gemüter aller Raubfischangler. Für die einen ist sie eine kompromisslos pfeilschnelle Rute, die endlich ordentlich „durchwummert“ , für die anderen ist sie ein seelenloses Brett, ein Besenstil.
Ich jedenfalls habe mich schnell in diese Rute verliebt und Fische sie in sämtlichen Situationen, wenn ein Gummiköder zum Einsatz kommt. Ob beim Faulenzen, Jiggen oder Dropshotten, die Zanderkantrute ist meine erste Wahl.

Produktdetails:

Länge: 265 cm
Zweiteilige Steckrute
Gewicht: 236 g
WG: 15-90 g

Trotz des enorm kraftvollen Rückgrates der Zanderkant, welche ich in Kombination mit einer Stradic Ci4 bzw. einer Rarenium Ci4 der Größe 4000 fische, konnten diverse Fischarten sicher gedrillt werden. Sogar ein fluchtfreudiger etwa 12 kg schwerer Karpfen, der sich an einem Gummifisch vergriff, wurde Paroli geboten und schließlich sicher eingenetzt. Also keine Angst vor einer zu steifen Rute. Gerade bei den harten Zander- und Hechtmäulern ist ein „brettiger“ Stock nicht gerade verkehrt, um den Haken sicher im Fischmaul zu platzieren.

Im Mai diesen Jahres folgt eine neue Version der Zanderkant, die Zanderkant 2.0.
Dieses Mal soll die Rute ein wenig mehr „Seele“ im Drill einverleibt bekommen.
Der Carbonanteil wird erhöht, der Harzanteil im Blank verringert. Dadurch ist ihr Blank optisch tiefschwarz. Sie wird 36 g leichter als ihr Vorgänger und hat die Hakenöse nicht mehr seitlich am Blank fixiert, sondern an der bekannten sonst üblichen Stelle der meisten Raubfischruten. Auch hat die Rute dieses Mal einen optisch schöneren „Steckbolzen“ verarbeitet, sodass die Rutenflucht konstant bewahrt bleibt.
Mit einem Preisunterschied von 17 Euro  (147 €) zur ersten Zanderkantrute ist die materiell hochwertigere Zanderkant 2.0 in Bezug auf Preisleistung sehr interessant. Sie liegt mit unter 150 € genau in meinem persönlichen Maximalbudget für eine Angelrute. Ich freue mich schon gespannt auf sie!

Mehr Infos zur Rute unter shop.zanderkant.de

(Klick auf´s Bild)

Die Kaulis von der Zanderkant

Der Zanderkantkauli gehört mit seinen außergewöhnlichen und zum Teil enttarnten Dekors, seinen markanten UV-aktiven Silikonaugen und seiner genialen Gummimischung zu meinen absoluten Favoritenköder im Bereich Zander- und Barschangeln.

Insbesondere tagsüber ist der Zanderkantkauli an sämtlichen Flüssen und Kanälen zusammen mit dem Räuberma(h)l von TOCKsuchT meine erste Wahl.


Der Klassiker: Zanderkantkauli

Länge: 12 cm
Preis: 1,17 €
Dekore: 11

Mit einem Stückpreis von 1,17 Euro liegt der Zanderkantkauli im Mittelfeld der auf dem Markt erhältlichen 12-13 cm langen Zanderhappen. In elf ansprechenden Dekoren ist der Kauli erhältlich. Die hochfrequente „Low Action“ des kleinen Schaufelschwänzchens reizt nicht nur den neugierigen Zander. Auch die gern gesehenen Punker als auch Hechte vergreifen sich gerne am Kauli. Die Kuriosität eines sehr schaulustigen großen Rotauges, welches nach dem Reaktor-Kauli schnappte, werde ich auch niemals vergessen.

Meine Lieblingskaulis:
1.) Violettglitter – Der Allrounder für klares Wasser und milchige Trübung, sowohl bei Sonnenschein als auch bedecktem Himmel eine wahre Frequenzmaschine.
2.) Reaktor – In trüben Suppen, beim Angeln im tiefen Wasser sowie in der Dämmerung meine erste Wahl aus der Kaulidekorpalette.


Der kleine Bruder: Juniorkauli

Länge: 9 cm
Preis: 99 ct
Dekore: 11

Der 9 cm lange Juniorkauli liegt preistechnisch mit rund einem Euro ebenfalls im Mittelfeld des Ködermarktes.
Er ist eine interessante, vom Körper gedrungenere Alternative zum klassischen Kauli. Ich fische den Junior jedoch recht selten, da der klassische Zanderkantkauli meiner Erfahrung nach mit derselben Vorliebe von kleineren Artgenossen und Barschen dankend genommen wird. In manchen Situationen jedoch, habe ich durch Erlebnisse befreundeter Raubfischangler erfahren, nehmen sogar große Räuber bevorzugt kleine Fische als Nahrung auf.
So fing mein Kumpel Rouven von TOCKsuchT einen 90 cm Hecht, der ihm eine Hand voll kleiner Stichlinge in den Kescher rotzte.
Auch angelte er eines Tages für etwa 30 Minuten einen Spot mit einem 12 cm lange Köder aus. Nichts, kein einziger Anfasser.
Als er die rund 5 cm langen Barsche im Gewässer umherschwimmen sah, griff er zu einem 5,5 cm langen Barschimitat und fing nach kurzer Zeit einen 60+ Zander als auch einen 80+ Hecht an derselben zuvor bereits ausgeangelten Stelle. Hier schien die an das Nahrungsaufkommen angepasste Ködergröße den Erfolg ausgemacht zu haben.


Der große Bruder: Megakauli

Länge: 16 cm
Preis: 1,75 €
Dekore: 12

Der große Bruder des Zanderkantkaulis ist mit 16 cm ein ordentlicher Gummihappen für Zander mit besonderem Appetit.
1,75 Euro pro Megakauli ist in Anbetracht der Größe vollkommen gerechtfertigt und vergleichsweise günstig.
In dieser Range existiert ein zusätzliches Design, namentlich „Törtel/UV“.
Der leicht flankierende und etwas druckvollere Lauf des Megakaulis macht ihn insbesondere für größere Räuber sehr attraktiv.
Auch kleinere Zander und halbstarke Barsche machen keinen Halt vor dem Megakauli wie dieser 36 cm lange Barsch eindrucksvoll beweist.
Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich mit diesem Köder zukünftig noch machen werde.


„Das Auge… fischt mit.“

Wer seine angejiggten Zanderkantkaulis für eine längere Zeit in einer Box verstaut, der wird bemerken, dass an den Stellen wo der Bleikopf eines Gummifisches auf einem Zanderkantkauli aufliegt das Plastisol auf den Bleikontakt reagiert.
Da der Kauli-Softbait eine auf dem Markt einmalige Gummimischung besitzt, weisen diese Kaulis auch als einzig mir bekannte Köder diese chemische Reaktion vor. Für einige vielleicht kein Schmaus für´s Aug´. Für mich schon fast ein „Ködertuning“.
Diese optisch „vermackten“ Gummis fische ich äußerst gerne, da sie wie ein krankes verpilztes Fischchen aussehen, welches naturgemäß von faulen Räubern mit einer erhöhten Erfolgsquote sowie weniger Energieverbrauch geschlagen werden kann.

Hier könnt ihr euch alle Zanderkantkauli-Dekors anschauen:

(Klick auf´s Bild)

Mit Ausdauer zum Fisch

Zur Zeit will jeder Fisch hart erkämpft werden… Das Wetter weiß nicht so recht, was es will und das finden unsere Rhein-Drachen scheinbar auch nicht so prickelnd. Immerhin 2 schöne Zettis hauten mir heute in die Rute. Der gute alte Sandra Shad brachte den ersten Fisch. Der zweite knallte sich einen Seashad weg. Morgen werden wohl auch die letzten Spots endgültig unter Wasser stehen, denn das nächste Hochwasser ist im Anmarsch. Dann werde ich mich wohl den friedlichen Bewohnern widmen müssen… 😉
Bis dahin, Petri Heil allen Hartgesottenen

Der Asiate im Rheingefilde

Es war etwa 16:30 Uhr als der Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung in Emmerich endete und sämtliche Lehrgangsutensilien inkl. Kaffeemaschine, Rutenset, Fischkarten etc. im Auto verschwunden waren.
Trotz Regen beschloss ich aufgrund des geilen hohen Rheinpegels von 366 cm in Emmerich mich auf den Weg zu meiner Lieblingsbuhne zu machen. Also ab ins Auto, auf in Richtung Fließwasser.

Bereits nach dem dritten Wurf am Spot spürte ich ein leichtes „TOCK“ und schlug an. Offensichtlich waren Weißfische am Platz, wie mir eine gehakte Rundschuppe verriet. Etwa fünf Würfe später wieder ein leichtes „TOCK“… nach etwa 3 Sekunden stieg der Fisch aus… war es dieses mal ein Zander? Eine aufgespießte Rundschuppe gab es dieses mal jedenfalls nicht.

Der nächste Biss lies lange auf sich warten.
Etwa 40 Minuten später bekam ich einen guten Einschlag in den Rutenblank. „TOCK“, Anhieb, sitzt!
Sofort merkte ich, dass es sich um einen Zander handeln muss, der kurz vor Beginn der Steinpackung den Pro Shad volley genommen hat.

Mit exakt 60 cm ein wirklich klasse Fisch.

Nach einem weiteren Fehlbiss fiel auch schon die Dunkelheit herein.
Ich musste den dritten Abriss des Abends hinnehmen und der Regen begann stärker zu werden. Ich wollte schon Feierabend machen, doch dann regte sich ein bekannter Gedanke in mir:
„Komm, bevor du abhaust bindest du dir noch dein Kombivorfach an die Hauptschnur und hängst einen Köder ein, für die nächste Session.“
Gesagt getan. „Ach komm, ein paar Würfe hier vorne im hängerfreien Bereich gehen noch.“, sagte ich mir monologartig.
Nach genau dem zweiten Wurf schepperte mir etwas in die Rute.

Trotz straff eingestellter Bremse zog mir der Fisch einige Meter Schnur von der Rolle.
Der erste Gedanke war, dass ein halbstarker Wels sich am Sandrashad vergriffen hat … oder ist es etwa doch DER Zander? …
Nach einigen weiteren Sekunden kamen mir die in die Rute übertragenden Stöße und Fluchten sehr seltsam vor. Es fühlte sich ganz typisch wie bei einem quergehakten großen Fisch an. Wenige Minuten später zeigte sich mein Gegenüber an der Wasseroberfläche.
Ein schwarz-silbriges Wesen regte sich im Schatten der Nacht.
War es doch ein Wels oder eine Monsterbrasse? Ein endkapitaler Rapfen??
Kurz vor der Landung sah ich ihn dann, einen vermeintlichen Rheinmarmorkarpfen.

Ich hab´ am Rhein ja schon diverse Fischarten ans Band bekommen. Aber so einen Genossen…
Vater Rhein ist immer wieder für eine Überraschung gut. Unfassbar.

Letztendlich überprüfte ich Zuhause, ob es sich nun wirklich um einen Marmorkarpfen handelt.
Es gibt nämlich eine Fischart, die dem Marmorkarpfen sehr ähnelt. Der Silberkarpfen.
In Bezug auf diese sehr schwer gezielt zu fangenden Fischarten sind meine Erfahrungen einfach zu gering.

Die Asiaten Marmor-, Gras- und Silberkarpfen sind nämlich in einigen europäischen Gewässern mittlerweile mehr oder minder stark vertreten. Insbesondere durch kritisch zu bewertende Besatzmaßnahmen taucht der Grasfisch vielerorts auf. Die Dezimierung von wuchernden Laichkräutern lag beim Graskarpfenbesatz diverser Angelvereine primär im Vordergrund.

Nach dem Kontaktieren eines Fischereiexperten und dem Recherchieren im Internet war schnell klar, um welche Fischart es sich tatsächlich handelt.
Den Fisch, welchen ich fing war kein Marmorkarpfen.
Ich hielt an jenem Abend in Wahrheit einen Rhein-Silberkarpfen in den Händen!

Quelle: https://www.asv-neustaedter-see.de/fischkunde/fische-richtig-bestimmen/21-fischkunde/26-silberkarpfen-und-marmorkarpfen

Der Hammer! Von nun an glaube ich wirklich, dass „alles“ sein Unwesen im Rhein treibt.
Diese Story fällt definitiv unter die Rubrik „Kuriositäten am Wasser“. Werd´ ich nie vergessen.

Euer Kas