Ruhr 2017 | Zwischen Kumpanei, Algen, Kraut und nochmal Algen…

Das diesjährige FCN-Event fand am 22.04. an der Ruhr-Vereinsstrecke des ASV Menden 1962 e.V. statt.
Die massenhaft vorkommenden und für den April unüblichen Süßwasseralgen machten uns leider einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.
Ein effizientes Angeln auf Bachforelle, Äsche, Barbe und Co. war aufgrund dessen leider nicht möglich.
Lediglich Schrotti konnte eine handvoll Rotaugen im Algenchaos zum Anbiss überreden.

Immerhin verschonte uns das launige Aprilwetter, sodass wir im Trockenen am Folgetag unser Tackle abbauen konnten.

Eine gesellige Grillrunde sowie spannende und lehrreiche Gespräche mit dem Barbenspezi Cees van Dongen ließen die schlechten Fangaussichten jedoch schnell zur Nebensache werden.

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich für die zuvorkommende Gastfreundschaft des ASV Menden 1962 und  freuen uns auf das im nächsten Jahr stattfindende Rückspiel am niederrheinischen Rhein.

Petri Heil
Eure FCN

Outdoorlifestyle | Spring 2017 | Zille | NovaCarp

Grüne Oase schon Anfang April

Der erste Karpfen der Tour.

Schuppi Schuppi Schuppi …

Kein ewiglanger Krautfaden, nein alles Pollen und Algen auf der Schnur | Flusswaffen- alles sah perfekt aus. Leider kam extremer Mistralwind auf der das angeln unmöglich machte…

Ein neues Gewässer musste her.
First morning Frist Strike – YES !!💪🏼 | Lippen wie ein Schlauchboot…

Stabile Haupt und Schlagschnur- ein muss, bei vielen Hindernissen!

Minimales Tackle- schnell und mobil! | Erfolgsköder- 20mm Kivelinge mit 16mm Megasweet aus dem Hause R&G.

Für Aaland-Liebhaber das wahrscheinlich beste Gewässer der Welt, hier noch ein relativ kleiner😂

Traumhafte Fische, abgestochene Autoreifen. Leider hat vieles schöne auch einen bitteren Beigeschmack!! | Und die andere Seite


Freiheit macht kreativ

Die Tour ging weiter, knappe 1000 km nach oben, der erste Nordfranzose in dieser Session. | Riesenpaddel!

Mehr Bauch geht wohl kaum…
Back in Good-old-germany. Der erste morgen in der Heimat und 23 kg auf der Matte!
 Nächster morgen, nächste Bombe. Gleich wieder 20 kg. Was eine brutal geile und unvergessliche Zeit!

Ran an den Hauptstrom

Nachdem meine bisherigen Feeder-Versuche am Rhein in diesem Jahr noch nicht von Erfolg gekrönt waren, entschied ich mich gestern dazu, es zum ersten Mal in direkter Strömung, also ohne Buhnen, Einfahrten etc. zu versuchen.
Parallel zur Steinschüttung in Ufernähe brauchte es schon 140g Körbe um gut fischen zu können. Futter ist bei dieser Art der Angelei tatsächlich Macht! Immer wieder landeten zusätzliche Futterballen oberhalb der Angelstelle.
Es dauerte auch gar nicht lange, da zitterte schon die Spitze! Ein schönes Rotauge hing am Haken. 🙂 So folgten noch weitere tolle Fische bis abends um 23.00 Uhr. Zwei Brassen, zwei kapitale Alande, Rotaugen und Grundeln störten sich nicht an der harten Strömung und dem sehr flachen Wasser!
Bemerkenswert fand ich allerdings, dass ich die Grundeln erst in der Dämmerung/Nacht hatte, anders als all meine bisherigen Erfahrungen hierzu… :-/ Verlagern diese Kerlchen etwa ihre Aktivität?? Warten wir es ab.
Nur die erhoffte Barbe blieb noch aus, aber das Jahr ist noch lang.

Die Friedlichen im Frühjahr

Letzten Samstag ging es für mich und einen Angelkameraden an mein Hausgewässer, an dem ich das erste Mal vor 14 Jahren die ersten Würfe mit einer Telerute wagte. Das Gewässer ist mit einer Größe von 23 ha und einer Tiefe von bis zu 20 m nicht gerade das Kleinste. Das bedeutet, dass es sehr lange dauert bis sich der große Wasserkörper erwärmt und hierbei eine für die wärmeliebenden Fische vegetationsfördernde Sprungschicht bildet.
Deshalb überlegte ich mir rasch, dass sich die Fische in den aktuell wärmeren Flachwasserbereichen des Baggersees aufhalten werden.

Der Abschnitt zwischen den Inseln des Sees ist durchschnittlich 1.5 -4 m tief und somit sehr interessant für die Angelei im Frühjahr.


Als ich am Samstag am See ankam waren die Bedingungen gut, da sich das Wetter und die Temperaturen nur wenig verändert hatten. Ich hatte bereits das Wochenende zuvor am selben Spot gefischt und konnte dabei zwei Brassen erwischen. Genau deshalb hatte ich mich dazu entschlossen mein Glück an derselben Stelle zu versuchen – „Never change a winning team“.
Als Köder sollten es zwei Hartmaiskörner kombiniert mit einem pinken Popupmaiskorn richten.

Nachdem ich meine drei Montagen per Wurf im Flachwasserbereich platzierte, passierte in den ersten Stunden gar nichts. Doch mit der Dämmerung schien sich das Blatt zu wenden und die Fische aktiv zu werden. Die ersten Töne des elektronischen Bissanzeigers meldeten sich. Leider konnte ich den Fisch nicht landen, da dieser etwa auf halber Strecke austieg. Als ich das Rig neu einwerfen wollte fiel mir auf, dass sich der Haken mit dem Haar verknotet hatte. Daraufhin habe ich bis in die völlige Dunkelheit hinein ein neues Rig gebunden und musste die Rute nun nach Gefühl und Erfahrung auf etwa 100 m Distanz sicher bis zum Hot Spot rauskeulen.
Etwa zwei Stunden später stellte sich heraus, dass mein Wurfgefühl bei Nacht nicht von schlechten Eltern ist.
Denn es meldete sich mittels vereinzelter Piepser die erste Brasse der Session.
Nachdem ich den hochrückigen Burschen versorgt hatte, warf die Montage erneut in die gleiche Richtung aus, legte die Rute sorgsam auf dem Rod Pod ab und hing den Swinger gewohnt in die Schnur.
Das Glück schien mir an jenem Abend gewogen, denn ich fing wiederum zwei Stunden später den nächsten tollen Bresen.
Auch gegen 4 Uhr morgens biss eine dritte Brasse, die sich jedoch nach einigen Sekunden des „Drills“ vorzeitig verabschiedete.

Danach durfte ich erst einmal etwa vier Stunden ein ungestörtes Nickerchen machen, da die Bissanzeiger verstummten. Vorerst.
Denn gegen 8 Uhr morgens meldeten sich die nächsten beiden vereinzelten Piepser, die mich nach dem Wachwerden zunächst an einen weiteren Bresen denken ließen. Doch nach zehn weiteren Sekunden kreischte der Bissanzeiger wie ein alter Wasserkocher und die Schnur feuerte vom Spulenkopf der Freilaufrolle ab. Da wurde mir direkt klar, dass es sich diesmal um keine Brasse handeln wird.
Nach einem relativ kurzen Drill hing der Fisch in den ufernahen Ästen etwa 20 m vom Hot Spot entfernt fest.
Zusammen mit meinem Angelkameraden gelang es mir glücklicherweise den Fisch zu befreien und nach einem knackigen Drill sicher einzunetzen.

Das Ergebnis lautet also: Zwei Brassen und ein schöner Schuppenkarpfen. Das Kuriose war, dass alle Fische nur auf eine der drei Ruten gebissen haben, obwohl die beiden erfolgslosen Ruten mit ihren Montagen nur etwa 15 m abseits platziert wurden.
Mein Angelkamerad blieb während der Session leider blank.


Auch im Fließwasser sind die Friedlichen munter. So fing ich an der Niers ein kapitales Rotauge von 41 cm als auch einen schönen Bresen.
Wer Zeit hat sollte sich aktuell an seinen Gewässern einfinden und ein paar Stündchen mit der Feeder- oder Posenrute bzw. dem Karpfengeschirr investieren.

Petri Heil
Euer Brüx