Den Dezember-Rheinbarben auf der Spur

Als mein Wecker am Mittwoch, 16. Dezember, um 6:30 Uhr zu schrillen begann, schaute ich unmotiviert
auf meine Pegelstandapp.

Der Vater Rhein vermeldete ansteigendes Wasser. In Kombination mit dem relativ kalten Wasser und
meiner favorisierten Barben-Stelle, die durch einen buhnenlosen und lediglich 1,5 m teifen Kiesbereich geprägt ist, war ich mir nicht sicher, ob sich auch unter jenen Wettervoraussetzungen Barbus barbus an solchen Stellen einfinden.

Aber probieren über studieren lautet die Devise und so kam es, dass ich meinen Angelkram zusammenpackte und mit zwei Liter
Maden und einigen 2, 4 und 6 mm Pellets zum Angeln aufbrach.

Um 8 Uhr am Platz angekommen war ich dann der einzige Angler auf weiter Flur.
Als ich sechs pralle Körbe mithilfe des Lineclips punktgenau auf die 25 Meter entfernte Spur setzte, begann ich meinen 10er Drennan
Wide Gape Haken mit vier Maden und einem Caster zu bestücken.
Nach bereits einer halben Stunde verneigte sich dann unverhofft meine Feederrute zum Halbkreis und ich konnte
eine 62 cm lange Barbe landen.
Darauf folgte zunächst eine lange Beissflaute, bei der sich Sonne mit Wolken abwechselten und ich trotzdem an meinem hohen Futterrythmus festhielt.
Das war wohl die richtige Entscheidung. Kurzum lag dann die nächste Barbe auf meiner Korum Fast Mat.
Mit etwa 50 cm war sie kein Ungetüm, aber immerhin der auserkorene Zielfisch des Tages.

Nachdem nochmals viel Wasser den Rhein heruntergeflossen war, gab es einen
verheissungsvollen und heftigen Biss. Der Fisch stand lange in der Strömung und machte mir das Drillen
nicht gerade einfach. Langsam konnte ich den unbekannten Gegner am anderen Ende der Leine heranpumpen.
Nach einer heftigen Flucht am Uferrand durfte ich die bullige und gut genährte 68 cm Rheinbarbe einnetzen.

Nach diesem tollen Winter-Fisch blieben die Bisse aus und ich durfte auf einen erfolgreichen
Dezembertag am Rhein mit gleich drei überlisteten Zielfischen zurückblicken.

Als Futter verwendete ich ein neutrales schweres
Rheinfutter, welches ich mit einem hohen Anteil Halibutpellets und Maden versetzte.

Die Bisse kamen ausnahmslos auf rollendem Korb und zu Phasen wo die Sonneneinstrahlung
nicht da war.

Und wiedermal hat sich gezeigt dass man vom Bett aus keine Fische fängt.
Also ran an den Fluss und Barben fangen.

Petri Heil, euer Andi

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