NEIN zum Angelverbot in Nord- und Ostsee

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Seit meiner Jugend fahre ich zum Angeln an die Ostsee.
Die ersten Begegnungen mit dem Brandungs- als auch dem Kutterangeln hatte ich im Rahmen der Bundesjugend-Meeresfischereitage, als Teilnehmer des damaligen Verbandes Nordrhein e.V. Bonn.
Das ganze liegt nunmehr 10-12 Jahre zurück…
Man kann leider ganz klar erkennen, dass der Dorschbestand seither drastisch zurückgegangen ist. Sicher ist hierbei die Angelfischerei nicht der alleinige ausschlaggebende Punkt!
Die Schleppnetzfischerei sowie der Fang von Laichdorschen sind wohl das größere Problem…

Richtig ist es daher die Quoten der Berufsfischer zu senken und richtig ist es sicherlich auch Maßnahmen in Bezug auf die Freizeitfischerei zu treffen. Eine Anhebung des Mindestmaßes, oder die Einführung eines Entnahmefensters wären hier sicherlich die bestmöglichen Konsequenzen.

Nun haben wir, als Angler, jetzt die Fangmengenbegrenzung erhalten. Soweit, so gut
Ich, als Angler, der max. 2x pro Jahr zur Küste fährt, kann persönlich damit leben, denn sind wir mal ehrlich – wer fängt noch 5x vernünftige Dorsche in der Brandung oder vom Kutter???
Bei meiner letzten Tour im April 2016 vom Kutter konnten das gerade mal 6-7 Personen von über 60 Leuten auf dem Kutter von sich behaupten…
Handlungsbedarf besteht hier absolut!
Kritisch sehe ich dies jedoch für die Tourismusbranche!
Viele Kutterkapitäne und Guidingunternehmen werden sich der Situation wohl anpassen müssen und andere Fischarten mehr in den Fokus stellen. Vielleicht kommt der Seelachs ja bald ganz groß in Mode?!
Ansonsten bleibt natürlich die Frage nach den Kontrollen der neuen Vorgaben??? Werden hier neue Arbeitsplätze geschaffen? Dann könnten die Kutterkapitäne eine Umschulung zu Fischereikontrolleuren machen…
Wie immer gibt es Für und Wider, aber eines steht meiner Meinung nach fest – dem Dorsch MUSS geholfen werden!
Dafür fange ich dann auch gerne ein paar Dorsche weniger und ein paar Plattfische mehr.
(Domenic Kniller aus Wesel)

Die Ostsee ist ein absolut schützenswertes und spektakuläres Gebiet. Das steht gänzlich außer Frage! Seit über 15 Jahren besuche ich diese, in Deutschland mittlerweile einzigartige, Region. Mich begeistert die Lockerheit der Menschen im Norden, das raue Klima, unberührte Natur und eben die Freiheit, die man an den Küsten aufsaugt. Es geht mir bei der Angelei an der Ostsee nicht darum – auf Teufel komm raus – viele Fische für die Küche zu fangen. Es geht mir darum ein Teil dieses Phänomens zu sein, ein Abenteuer zu erleben und gefestigte Strukturen für eine Zeit auszublenden. So fange ich nur so viele Fische, wie ich im aktuellen Moment selbst verwerten kann. Ich brauche nicht mehr! Ein Umdenken, welches sich bei dem Großteil der deutschen Angler etabliert. Ich sehe die Angelgemeinschaft vermehrt als Naturschützer fungieren. Eine Begrenzung der Fangmenge halte ich für sinnvoll und dankend für die Ostsee. Das sind wir ihr auch durch eine strapazierende Kutter- und Schleppnetzfischerei schuldig. Mit einem gänzlichen Fischereiverbot, würde man alle Petrijünger über einen „Kamm“ scheren. Eben auch die zahlreich in Vereinen organisierten Angler, die sich als Naturschützer verstehen.  Die wenigen schwarzen Schafe als Aushängeschild der Millionen Angler in Deutschland zu missbrauchen, ist kein Stilmittel nach der feinen Englischen Art und wird dem realen Bild der Gewässerhege betreibenden Anglerschaft nicht gerecht.“
(Max Ingenhaag aus Geldern)

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