Die Methode: Monkeystyle am Rhein

Für meine Barbenangelsessions habe ich bisher einen bis drei Kilogramm Feederfutter sowie einen Liter Maden in Anspruch genommen.
Dass man auch anders gezielt den Barben nachstellen kann, zeigte mir mein guter Angelfreund Tim Janssen.
Die sogenannte Monkeystylemethode, welche von der Barbenanglerlegende Ade Kidell geprägt wurde, bietet eine kostengünstige und interessante Alternative zum konventionellen Barbenfeedern am Rhein an.
Man benötigt hierfür beim Angeln mit zwei Ruten nur etwa 200 Gramm Futter pro Angeltag.
Ein Kombination aus vier Millimeter Cheesy Garlic Halibut Pellets (Sonubaits), kleinen Käsestückchen und Hanfsamen bilden das perfekte Monkey-Futter.
Dieser Futtermix wird extrem hart in den Futterkorb gepresst, sodass nach etwa 30 Minuten des Angelns noch die Hälfte des Futters im Futterkorb verweilt.
Beim Angeln mit der Monkeystylemethode am Hauptstrom des Rheins (ACHTUNG: hier wird nicht innerhalb eines Buhnenfeldes geangelt) werden kontinuierlich Geruchsstoffe flussab geströmt, sodass Barben, die sich in der Nähe aufhalten, zum angebotenen Köder und Monkeyfutterkorb flussauf schwimmen. Wenn man den Futtermix sehr hart in den Korb gepresst hat, brechen erst nach einigen Minuten nach und nach Käse-, Hanf- und Pelletelemente aus dem Futterkorb und treiben flussab in die Richtung des Köders. Die Lockwirkung bleibt dabei problemlos 30-45 Minuten erhalten.
Nach diesem Zeitintervall wird die Montage reingeholt, der Futterkorb erneut befüllt und das ganze wieder auf der „Barbenstraße“ im Strom platziert.
An dem etwa 120 Zentimeter langen und 0,33-0,40er starken Barbenvorfach biete ich einen Käsewürfel mit einer Kantenlängen von ungefähr anderthalb Zentimetern an.
Meine bevorzugten Käsesorten sind ein mittelalter Gouda oder der würzige Old Amsterdam.
Statt des Käses kann man sein Glück natürlich auch mit Frühstücksfleisch oder einem fischigen Boilie versuchen.
Hierbei wird auch der Käse im Futtermix durch den jeweils gewählten Köder ersetzt.

Die großen Friedfische scheinen sich jedenfalls mit dieser Methode überlisten zu lassen. Meine ersten beiden Monkeystyle-Fische waren eine 78 Zentimeter lange Barbe und ein 55 Zentimeter langer Aland – verdammt starke Cypriniden, wenn ihr mich fragt. 🙂

Probiert´s mal aus.
Euer Kas

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