Die traditionelle Barbenwoche mit Volker – diesmal: Kein Anglerlatein!

by Wolfgang Stoltenberg

Eigentlich wollte ich ja erst nach Abschluss der Woche mit Volker über unsere Erlebnisse berichten. Das hat sich heute geändert!
Gestern fing alles eigentlich normal an. Volker mit dem Feeder (Trilogy, Korum), ich diesmal mit der Bolo. Wasser recht flach, Volker draußen so bei 2m, ich vorn bei etwas 1m Wassertiefe. Volker hatte ja noch mit seinem Donau-Trauma zu kämpfen, er hatte seither keine Chance gehabt, anglerisch daran zu arbeiten.

Nun, die Ruhr heilt Wunden, schon nach etwa 90 Minuten hatte er seine erste Barbe! Donau – forget it!

Es dauerte nicht allzu lange, bis Volker seine Ruhr–Barbe in den Hämden hielt.

Zwei Barben stiegen aus, 4 konnten wir in den Kescher führen, gerecht verteilt.

Heute besuchte uns Cees van Dongen und traf rechtzeitig ein, um meinen ersten Drill an der Bolo mit zu erleben. Auch Volker schlug wieder souverän zu.
Hatte ich bisher auf Teig gefangen, fingen nun mittelgroße Weißfische an, den Teig aus dem Mesh zu lutschen. Also stieg ich auf einen Dumbell um, obwohl mir der Teig mehrere Barben geschenkt hatte. Ich wollte nach etwa 15 Minuten den Korb neu füllen und erhob mich gerade aus dem Stuhl, als ich einen Biss registrierte. Also, Dumbells laufen auch!
Die erste Flucht war lang und nachdrücklich, die Schätzung ob es ein guter Fisch ist, kann ich allerdings erst im Laufe des Drills relativ sicher treffen.
Nun dieser Fisch blieb stur am Boden, ließ sich auf nichts ein und weigerte sich hartnäckig, an die Oberfläche zu kommen. Nein, er machte deutliche Kopfstöße am Grund. Die Bolo auf maximaler Spannung, das beeindruckte ihn nicht. 65cm, 70cm, 75cm, 80cm, mein Blutdruck stieg parallel zu meinen Einschätzungen.

Als er endlich mal kurz an die Oberfläche kam, sah ich eine beeindruckende Schwanzflosse und einen mächtigen Schwall. Jetzt war ich bei 80+! Bei meinem Blutdruck einfach eine 1 davor setzen.
Zum Glück war Volker dabei, griff sich, wie sich herausstellte, viel zu früh den Kescher, denn diese stattliche Barbe ließ sich nur zentimenterweise heranpumpen, dann ging sie wieder auf Tauchstation und nahm wieder ein paar Meter Schnur mit.
Schließlich lag sie auf der Matte und ich überließ Volker das Messen.

Wenn die Schwanzflosse über das Ender der Korum Fast Mat ragt, dann wird´s spannend!

Erstens zitterten meine Hände, zweitens hatte ich ein saudummes Gefühl…
Unglaublich! Innerhalb weniger Wochen die zweite 90er!

Mit 90 Zentimetern ist diese Barbe nun die zweite, die Wolfgang innerhalb weniger Wochen fangen durfte.

Diesmal alles dokumentiert, mit verlässlichem Zeugen! Obwohl sie unglaublich kompakt aussieht, ist sie leichter als meine erste. Diesmal 8,01 kg! Minus 700g für das Keschernetz.

8 kg minus 700g machen 7.300 g, was eine Barbe!

Völlig irreal: ein zweiter Fisch des Lebens! Ich bin wie vom Donner gerührt. Nur, diesmal besteht nicht der geringste Zweifel, dass da zwei Monster bei uns unterwegs sind. (Mich nicht mitgerechnet.)
Kneift mich mal jemand? Das kann doch nicht wahr sein.

Hier ist sie, die Königin der Ruhr!

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