Fischereitag NRW | Ehrenkodex für Angler, Talsperren, Gewasserschutz und mehr

Der 9. Fischereitag NRW war eine sehr informative und lohnenswerte Veranstaltung.

Neben für das leibliche Wohl sorgende Bratwurst- und Backfischständen präsentierten sich diverse Aussteller im Bereich Umweltschutz, Umweltbildung als auch vom Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz unterstütze Projekte wie das Edelkrebsprojekt auf dem Markt der Möglichkeiten. Auch die neue Fachzeitschrift „Am Haken“ stellte sich vor und bot allen Interessierten kostenlose Zeitschriftausgaben an. Des Weiteren konnte man sich bei der zertifizierten Angelakademie Fishing-King bereits auf dem Fischereitag zu Vorbereitungskurse für die Fischerprüfung anmelden. Ein Angeltrainer zeigte begeisterten Fliegenfischern zudem wie man Fliegen oder Streamer selber bindet. Auch Jörg Strehlows Stand weckte bei einigen Besuchern besonders großes Interesse. Hauptaugenmerk lag hierbei auf den umweltfreundlichen Gummiködern der Firma Moby-Softbait als auch den für die Umwelt verträglicheren Jigköpfen aus Tungsten (Wolframm).

Nach einigen Begrüßungsworten vom Präsidenten des Fischereiverbands NRW als auch der Politiker von CDU, SPD und den Grünen/Bündniss90, hielt der Diplom Biologe Dr. Michael Möhlenkamp eine tolle Präsentation zum Thema „Die Situation der Angelfischerei in NRW“.

Nach einer 90-minütigen Mittagspause hielt Herr Strehlow den für mich spannendsten Beitrag mit dem Titel „Im Einklang mit der Natur – Ehrenkodex für Angler“. Teilaspekte des korrekten und schonenden Umgangs mit Fischen, dem Zurücksetzen großer und für den Bestand wichtigen Rognern als auch das Fischen mit naturfreundlicheren und umweltschonenderen Ködern imponierten mir ganz besonders.

Auch die Aussage, dass nicht auf brutpflegende Zander geangelt werden soll, welche man insbesondere zu Zeiten des Niedrigwassers gut beangeln kann, lagen mir sehr nah. Denn nicht nur an der Elbe, sondern auch am NRW-Rhein gibt es immer wieder schwarze Schafe, die innerhalb der Zanderschonzeit mit kleinen Grundeln vermeintlich auf „Barsch“ oder „Wels“ aus sind. Der Gedanke einer parallelen Ködersperrzeit zur Zanderschonzeit, orientiert am Beispiel der niederländischen Gesetzeslage, ist bereits in einigen Köpfen der Anglerschaft verbreitet, wird jedoch kontrovers und kritisch beurteilt.

Der vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e.V. erstellte Ehrenkodex für Angler wurde in enger Kooperation mit Herrn Strehlow erstellt.
Den Ehrenkodex finden Sie unter folgendem Link: https://www.lfv-westfalen.de/images/pdf/Ehrenkodex-200516.pdf

Auch mir liegen selbige Themen am Herz.
Auf der nächsten Infoveranstaltung des Rheinischen Fischereiverbands von 1880 e.V. werde ich das Entnahmefenster und die Ködersperrzeit thematisieren. Besucht uns gerne am 26.11. im Haus Union in Oberhausen. Veranstaltungsbeginn ist um 10 Uhr.

Der Diplom Biologe Carsten Nolting hatte sich an diesem Tag die Gefährung des Aals und dessen Bestandsrückgang auf die Fahne geschrieben. Detailierte Erkenntnisse sowie die Ursachen des Rückgangs wurden hier vermittelt und auf sehr verständlicher Weise kommunziert.

Mit großer Praxisnähe referierten Clemens Strehl, Redakteur der Angelzeitschrift „Am Haken“, und Diplom Fischereisachverständiger Markus Kühlmann zum Thema „Von Felchen und Seeforellen – Das Angeln in unseren Talsperren“.
Herr Strehl stellte kurz und knapp die wesentlichsten Fakten zu diversen sauerländischen Talsperren, wie der Möhne-, Bigge-, und Sorpetalsperre, vor. Die Nennung der Hauptfischarten sowie unterschiedliche Empfehlungen in Bezug auf erfolgsversprechende Angelmethoden ließen während der Präsentation nicht nur meine Lust ans Wasser zu fahren steigern.

Alles in allem war es ein geiler Tag in Recklinghausen.

Petri Heil
Kas

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