Die Niers – Natur, Kultur & Spannung

Mein langjähriger Angelkumpane Forthy und ich hatten in der vergangenen Woche das Vergnügen ein Stück Heimat zu befischen. Die Niers.
Die Niers ist nicht nur irgendein Fluss. Sie genießt am linken Niederrhein großes Ansehen und ist sowohl ein kultureller als auch traditioneller Bestandteil der niederrheinischen Geschichte. Neben jährlichen Kanu- und Schlauchbootfahrten diverser Vereine, Rentnerclubs und Gemeinschaften sind befestigte Wege an einigen Teilen der Niers beliebte Ziele familiärer Fahrradtouren und naturliebender Spaziergänger.

Zig Herrenhäuser, Wasserburgen und Schlösser wurden entlang der Niers erbaut. Die meisten von ihnen sind noch erhalten. So auch die Dorenburg in Grefrath, welche heute als Niederrheinisches Freilichtmuseum bekannt ist.
Das vor einigen Jahrzehnten verdreckte Fließwasser ist dank einiger Umweltprojekte und Verordungen wie beispielsweise der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) des Naturschutzbund Deutschlands e.V. (NABU) in einem gutem Zustand.
Diverse Fischarten haben dort seit geraumer Zeit ihre Nische eingenommen und fühlen sich im „krautreichen Fließgewässer“ wohl.

In den sieben Tagen fischten wir hauptsächlich mit Kunstködern, um den Hechtbestand zu erschließen.
Vier Lose (Streckenabschnitte) wurden von uns befischt. Neben gesichteten Bresen konnten wir Pi mal Daumen auf 1.000 m Strecke einen Hechtkontakt verzeichnen. An bestimmten Abschnitten war die Revierdichte der Hechte durchaus höher. Dort freuten wir uns an einem Abschnitt von ca. 250 m über vier Hechtkontakte innerhalb kürzester Zeit.
Wer an der Niers Strecke macht kann also zur richtigen Zeit am richtigen Ort spannende Momente erleben.

Zu guter Letzt wollten wir noch einen Ansitz wagen, um herauszufinden ob ein Aal- sowie Döbelfang möglich ist.
Hierzu suchten wir uns einen markanten und verheißungsvollen Spot heraus, an dem wir bei Spinnsessions bereits mehrmals Döbel gesichtet hatten.
So sahen wir sie auch am Tag des Ansitzes mit Tau- und Dendrobenawürmern.

Es roch quasi nach meinem ersten Döbel überhaupt.
Gesehen, geworfen gefangen. So kann man es kurz und knapp zusammenfassen.
Unfassbar! Keine Stunde nach Auswurf meines Tauwurms rappelte das Aalglöckchen.
Was mich am anderen Ende der Schnur erwartete war tatsächlich ein etwa 35 cm größer Döbel. Unfassbar-geil!
Welch´ ein toller Fisch!

In der Dunkelheit, gegen 23:30 Uhr, meldete sich erneut mein Glöckchen. Dieses Mal war es tatsächlich der andere Zielfisch des Tages, ein Aal.
Wahnsinn! Beide Fischarten direkt beim ersten Versuch mit dem Allroundköder Wurm überlistet. Einfach genial!

Fazit:
Die Niers bietet zum einen größtes Naturerlebnis mit „Djungelschlachten“ inklusive dem Kampf durch´s hohe Gras. Zum anderen gibt es auch Strecken mit angrenzenden Gärten als auch Streetfishing-Feeling an bestimmten Losen. Wer ordentlich Strecke macht hat gute Chancen auf tolle Hechte. Größen zwischen 60 und 80 cm sind hier keine Seltenheit. Ein Ansitz mit Naturködern macht durchaus Sinn. Zu erwarten sind insbesondere Gründlinge, Brassen, Döbel, Rotaugen, Barsche und Aale.

Für nicht verpachtete Niers-Lose sind Tages-, Monats- und Jahresscheine (in diesem Jahr sogar Wochenscheine) bei der Fischereigenossenschaft Niers erhältlich.
Für weitere Informationen ist die Website der Fischereigenossenschaft Niers – www.fgniers.de – dienlich. E-Mail-Anfragen werden zumeist mit detaillreichen Rückmeldungen belohnt.

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